BLIND GUARDIAN - The God Machine
BLIND GUARDIAN
The God Machine
(Power Metal)

 


Label: Nuclear Blast
Format: (LP)

Release: 02.09.2022


So viel Zeit ist bisher nie zwischen zwei regulären BLIND GUARDIAN Alben vergangen. Das gefeierte „Beyond The Red Mirror“ wurde schon im Jänner diesen Jahres sieben Jahre alt. Natürlich waren Hansi Kürsch und seine Jungs alles andere als untätig, denn es folgte 2017 das Live-Album „Live Beyond The Spheres“ und 2019 erschien endlich das lang angekündigte Orchester-Projekt mit Autor Markus Heitz. Außerdem bekam der Klassiker „Imaginations From The Other Side“ 2020 ein gelungenes Jubiläums-Remaster. Nun ist „The God Machine“, das nun elfte Wer der Krefelder da und es ist eine echte Überraschung.

Schon die erste Single „Deliver Us From Evil“ überraschte Ende des vergangenen Jahres mit neugewonnener Härte und über Bord geworfenen Ballast. Und die brachiale 80s Power Metal Single ist auch wirklich stellvertretend für dieses Album. Die Herren hatten ja immer wieder härtere Songs im Programm, doch dieses Album könnte man fast zwischen „Imaginations“ und „Nightfall At Middle-Earth“ einordnen. Ein Banger nach dem anderen, Riff-orientiert, mit kraftvoller Stimme von Hansi und Bombast und Chöre in geschmackvoller Dosis. So kommt auch das düstere „Damnation“ mit allerlei Double-Bass, fiesen Vocals und viel Tempo daher. Man könnte manchmal dann doch meinen man hat zusätzlich auch noch einen Blick zurück zu „Tales From A Twilight World“ gemacht gleichzeitig aber auch „A Night At The Opera“ nicht vergessen, denn im Refrain wird es dann doch pompöser, jedoch ballert man sogleich wieder nach vorne.

„Secrets Of The American Gods“ lässt sich etwas mehr Zeit, baut den Track spannend auf und zeigt Kürsch in Bestform. Ein Track, der im Geiste von „Imaginations…“, „Sacred Worlds“ sich majestätisch ins Gehör bohrt und sicher lange im Live-Set zu finden sein wird. „Violent Shadows“ ist dafür wieder ein waschechter Banger, den BLIND GUARDIAN in roherer Form bereits in den 80ern hätten veröffentlichen können. Danach gibt es mit „Life Beyond The Spheres“ Kontrastprogramm. Kurzzeitig erinnert der Aufbau an LED ZEPPELIN Epen wie „Archilles Last Stand“, man Schaltetn in den Geschichtenerzähler-Modus und bietet ein weiteres Highlight zwischen Härte und Bombast. Was die Riffs von Andre Olbrich und Marcus Siepen betrifft, bekommt man die Vollbedienung an Twinleads, Riff-Duelle und allerlei Spielereien, die man an der Band seit jeher liebt.

Und so geht es auch weiter, denn BG verbinden auf dem Album weiter ihre opulenten Trademarks mit alten Tugenden und neuen Ideen. Man merkt dem Album eine enorme Spielfreude und Unbeschwertheit an, wie schon lange nicht mehr bei den Deutschen und das macht „The God Machine“ so großartig , dass hier dieser Spielwitz und Perfektion mühelos Hand in Hand gehen. Es geht aber auch gefühlvoll, wie die getragene, pathetische Powerballade „Let It Be No More“ zeigt, bevor man mit „Blood Of The Elves“ wieder die Doublebass durchdrückt und „Destiny“ als zweitlängster Track nochmal alle Welten von der Ausnahmeband auspackt und dieses Meisterwerk passend abschließt. Bleibt nur noch zu sagen, dass dieses Album mit perfekter Produktion und feschem Artwork sicher einen harten Kampf um das Werk des Jahres liefern wird.

 


Tracklist „The God Machine“:
1. Deliver Us from Evil
2. Damnation
3. Secrets Of The American Gods
4. Violent Shadows
5. Life Beyond The Spheres
6. Architects Of Doom
7. Let It Be No More
8. Blood Of the Elves
9. Destiny
Gesamtspielzeit: 51:08


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BLIND GUARDIAN - Kündigen endlich ihr neues, back to the roots Werk "The God Machine" an!
BLIND GUARDIAN – The God Machine
LineUp:
Hansi Kürsch
André Olbrich
Marcus Siepen
Frederik Ehmke
9
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