
Eigentlich legten Tim Kanoa Hansen und seine INDUCTION einen Traumneustart hin. Bekanntlich startete die Band in Tschechien, ehe Tim irgendwann dazugestoßen ist und komplett übernahm. Für das zweite LineUp scharte er ein starkes LineUp um sich und so war „Born From Fire“ ein voller Erfolg und ließ auf eine große Karriere hoffen.
Nun etwas mehr als drei Jahre später ist wieder alles anders. Nur noch Tim und Basser Dominik Gusch sind übrig, denn statt Craig Cairns steht jetzt Gabriele Gozzi, der auch bei ETERNAL IDOL trällert, an der Front, während Justus Sahlman an der zweiten Gitarre und Markus Felber an den Drums agieren.
Musikalisch bleibt man sich auf dem dritten Werk treu und führt grundsätzlich den Weg des Vorgängers fort. Auf Hochglanz polierter Power Metall mit vielen Spielereien, im Geiste von GAMMA RAY und Co., jedoch verschiebt man das Augenmerk von traditionelleren Einflüssen wie eben die seines Vaters Kai, also auch HELLOWEEN oder RHAPSODY eher in Richtung modernere Genrevertreter, namentlich SABATON, BEAST IN BLACK oder BATTLE BEAST. Denn auch hier regiert oftmals der 80er Retro-Synthie-Sound, nur eben kombiniert mit den alten Trademarks. Da darf in der heavy Hymne „Steel And Thunder“ der Terminator himself aus den 80s zurückkehren, um mit seinem steirischen Akzent das Intro zu vertonen. Dementsprechend sind auch die Themen an die Musik angepasst. Gozzi hat eine etwas andere Stimmfärbung als sein Vorgänger, schafft es aber auch einen guten Mix aus gefühlvoll und aggressiv zu liefern. Eine Kombination aus hymnischen Melodien, Wucht und Epik bietet „Beyond Horizons“, während „Dark Temptation“ die düstere Seite der Band zeigt und der Titeltrack hochmelodisch die erwähnten Retro-Future Sounds bedient. Zudem gibt es bei „Strangers To Love“ weibliche Unterstützung an den Vocals. Als Bonus gibt es dann noch die GAMMA RAY Dark-Hymn „Empress“, einst aus der Feder des ehemaligen Drummers Daniel Zimmermann, den man recht nahe am Original beließ.
INDUCTION können mit „Love Hills!“ nicht ganz an den Vorgänger anknüpfen und werden nicht jede*n mit der Neuausrichtung zufriedenstellen können, aber durch die modernen Einflüsse ebenfalls neue dazugewinnen können. Ein mehr als solides und sehr stark produziertes Album auf höchstem Niveau ist „Love Kills!“ aber auf alle Fälle.
Autor: Max Wollersberger
Tracklist „Love Kills!“:
1. Virtual Insanity
2. War Of Hearts
3. Dark Temptation
4. Steel And Thunder
5. Strangers To Love
6. Beyond Horizons
7. Gods Of Steel (CD Only)
8. Love Kills
9. I Am Evil
10. The Veil Of Affection
11. Empress (GAMMA RAY)
Gesamtspielzeit: –
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