Grazer Grant - Göd
GRAZER GRANT
Göd
(Punk Rock |HC Punk)

 


Label: Grazil Records
Format: (LP) 

Release: 25.09.2026


Nach einem eher langsamen Start nach der Bandgründung in 2015, erhöhen GRAZER GRANT gleich ordentlich die Schlagzahl und somit veröffentlichen sie mit „Göd“ das zweite Album innerhalb von zwei Jahren. Ob das wohl ein Konzeptalbum über die Gewerkschaft des Öffentlichen Dienstes (kurz „GÖD“) ist, wäre die naheliegendste Frage, die ich mir als (bei aller berechtigt Kritik) stolzes Mitglied eben jener stellen könnte. Zeigt doch schon der Albumtitel, dass bei der Grazer Band politische Ansage und eine satte Portion Humor sich nicht ausschließen. Nein, im Gegenteil.

Obwohl das Dialektwortspiel von „Geld-Göd“ außerhalb Österreichs wohl nur schwerverständlich ist, steht dieses doch direkt und indirekt im Mittelpunkt der ersten beiden Songs „Sch€i$$göd“ und „Milliardäre Enteignen!“. Bissige Kapitalismus- wie Sozialkritik wie von GRAZER GRANT gewohnt, allerdings schrauben sie im Vergleich zum letzten Album „Revolution 4 Dummies“ den Hardcore Anteil ihres Punkrock deutlich nach oben. Und sie bleibt auch bei der Mitgröhlhymne „You Have No Power Here“ das Tempo beachtlich hoch und die Texte, wie in „Akternaki“, bleiben weiterhin bissig. Gefolgt von der knackigen Streetpunk Nummer „I Hob Da Vertraut“ und dem auch, dank seiner herrlichen "Oooohoooh"-Singalongs eingängige, aber textlich gekonnt fiesen „Dumm Und Glücklich“.

„Steirermord“ geht währenddessen dann irgendwo zwischen HAMMERHEAD und FRANZ FUEXE hausieren. Aber auch für Wortspiele der infantileren Sorte ist auf „GÖD“ Platz. So bringt einen „Burenheindl, Hurenbeidl“ trotz aller Plattitüden zum Schmunzeln. „Falsche Freunde“ überrascht dann mit treibenden Offbeat und Bläsereinsatz, während man sich im MidTempo-Kracher  „Lügenkönig“ dann die Seele aus dem Leib brüllt, bevor das urige „Fucking Hippies“ die Platte launig beschließt.

Auf „GÖD“ haben GRAZER GRANT nicht nur einiges Wichtiges zu sagen, sondern machen mit ihrem bewusst rumpeligen HC-Punk Sound auch ordentlich Spaß und liefern zahlreiche Argumente, dass es deutlich mehr (Hardcore)-Punk im österreichischen Idiom geben sollte.

Autor*in: David Zuser 


Tracklist "GÖD":
1. Geht Scho
2. Sch€i$$göd
3. Milliardäre Enteignen!
4. You Have No Power Here
5. Der Toxiker
6. Böse Zungen
7. Akternaki
8. I Hob Da Vatraut
9. Dumm Und Glücklich
10. Steiermord
11. Am End
12. Billakapitän
13. Burenheidl Hurenbeidl
14. Falsche Freunde
15. Lügenkönig
16. Watschntanz
17. Fucking Hippies
Gesamtspielzeit: 30:43

 


Band-Links:
GRAZER GRANT – GÖD GRAZER GRANT – GÖD

 

 


Grazer Grant - Göd
GRAZER GRANT – Göd
LineUp:
Julia Schubatzky (Stimm, Crew Shouts)
Alex Gratzer (Gitarre, Crew Shouts)
Cle Pecher (Gitarre, Stimm, Crew Shouts)
Leonora Bunjaku (Bass, Crew Shouts)
Robert Stelzer (Drums)
7.5
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