PLAGUEPREACHER - Abyssol
PLAGUEPREACHER
Abyssol
(Black Metal)

 


Label: Grazil
Format: (LP)

Release: 06.06.2026


Menschenhass, Nihilismus und die absolute Verachtung gegenüber der Menschheit

Wer im österreichischen Extrem-Metal-Underground nach rohem, kompromisslosem Black Metal sucht, kommt an PLAGUEPREACHER nicht vorbei. Seit ihrer Formation im Jahr 2018 inszeniert sich die Salzburger Band visuell wie klanglich als absolute Antithese zum Massengeschmack: Mit klassischem, düsterem Corpsepaint, blutverschmierten Outfits und einem dornigen, schwer lesbaren Bandlogo transportieren sie eine tief misanthropische Atmosphäre, die sich wie ein roter Faden durch ihr gesamtes Schaffen zieht.

Musikalisch verschreiben sich PLAGUEPREACHER dem „Misanthropic & Nihilistic Black Metal“. Ihr Sound ist bewusst räudig, giftig und unpoliert gehalten, schlägt live wie auf Platte aber mit einer massiven, modernen Wucht ein. Anstelle von weichgespülten Keyboard-Melodien regiert hier eine gnadenlose Wand aus blastenden Drums, sägenden Riffs und dem hasserfüllten Kreischen von Sänger VX. Diese musikalische Härte transportiert eine tief nihilistische Weltanschauung, die auch ihr inoffizielles Live-Motto perfekt auf den Punkt bringt: „You don’t matter, give up! UGH!!“

Die Band lässt sich für ihre Releases spürbar Zeit, eben ganz nach dem Prinzip, dass ein gutes (oder eher böses) Ding Weile braucht. Nach einer ersten Split-Kassette im Jahr 2019 (Nihilistic Warfare gemeinsam mit Voidstalker) folgte 2021 die Debüt-EP Terracide über das Grazer Label Grazil Records, die in der extremen Szene direkt für ordentlich Furore sorgte.

Am 6. Juni 2026 ließen PLAGUEPREACHER schließlich ihr erstes vollwertiges Studioalbum „Abyssol“ auf die Menschheit los.  „Abyssol“ ist genau das geworden, was der Titel verspricht: Ein tiefer, pechschwarzer Sturz in den Abgrund. Wo die EP „Terracide“ noch wie ein rabiater, unkontrollierter Schlag ins Gesicht wirkte, zeigt sich das Debütalbum deutlich ausgereifter, ohne auch nur einen Millimeter an Härte, Dreck oder Misanthropie einzubüßen.

Klanglich und atmosphärisch lässt sich das Album perfekt in drei bestimmende Elemente unterteilen: Die gnadenlose Raserei (High-Speed-Aggression): Tracks wie „Misanthropic Terror Squad“ brettern von der ersten Sekunde an mit mörderischen Blastbeats und klassischen Tremolo-Riffs nach vorne. VX keift sich hier die Seele aus dem Leib, während die Gitarren eine Wand aus purem Hass aufbauen und räudig, aber getragen von einer Produktion, die ordentlich in der Magengrube drückt.

Die schleppende Verzweiflung (Atmosphäre & Dissonanz): Die Band beherrscht nicht nur das Gaspedal. Durch stark gesetzte Tempowechsel, mittelschnelle Passagen und ungemütliche, dissonante Melodien entsteht eine drückende, claustrophobische Stimmung. Das Ziel ist hier nicht mehr nur die bloße Zerstörung, sondern das Hineinziehen des Hörers in eine depressive Lethargie.

Der lokale Endzeit-Flair: Ein echtes Highlight der Platte ist die Nummer „De letzte Sun“. Durch den rohen, österreichischen Dialekt-Einschlag bekommt das Album eine sehr greifbare, morbide Note zum Beispiel wie ein apokalyptischer Abgesang auf die Welt, vorgetragen mit der ungeschönten Direktheit des heimischen Undergrounds.

„Abyssol“ ist kein Album für den Hintergrund, sondern ein extrem dichtes, monolithisches Werk. Die Produktion balanciert gut zwischen kaltem Underground-Vibe und druckvoller, messerscharfer Schärfe. Wer Bands wie DRUDENSANG oder den rauen Geist der alten norwegischen Schule schätzt und die Band einmal live (beispielsweise auf dem Sick Midsummer oder dem Kaltenbach Open Air) erleben will, für den ist diese Scheibe ein absoluter Pflichtlauf.

 

Autor*in: Bianca Ully


Tracklist „Abyssol“:
1. Dawnfall
2. Valravn I
3. Misanthropic Terror Squad
4. De letzte Sun
5. Abyssol
6. Black Witcher
7. Plaguepreacher
8. Valravn II
Gesamtspielzeit: 39:36

 


Band-Links:

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PLAGUEPREACHER - Abyssol
PLAGUEPREACHER – Abyssol
LineUp:
Vx (Vocals)
Pandemaniac (Guitars)
Ahraman (Bass)
VxR (Drums)
Gäste:
Gäste: Krámpn (DRUDENSANG)
7
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