The Hu - Hun
THE HU
Hun
(Hunnu Rock)

 


Label: Better Noise Music
Format: (LP)

Release: 24.07.2026


„We took our time to do this right, and we’re so glad that we’re almost ready to release what we have worked on these past few years. Now, we are also focusing on the performances and working out a brand-new setlist. We want to play bigger venues so we can do extensive production, and bring in some amazing elements of our culture, and play these ideas to our fans. And, as well as our third album, we have some amazing ideas for another album already!”THE HU

In den letzten Jahren tauchten immer wieder Bands aus der Mongolei auf, die mit unterschiedlichem Erfolg einen Zugang zur Musik ihres Landes in härtere Töne verpackt anboten. Am erfolgreichsten sind dabei THE HU, die mittlerweile die Bühnen der Welt erobert haben. Nebenher war aber auch immer wieder Zeit für das Erschaffen von neuen Werken, und nun gibt es mit „Hun“ das dritte Album, dem eine ausgiebige Tour folgt, die jedoch leider keinen Stopp in Österreich enthält.

Man startet mit urtümlichen Tönen und einer Art stampfendem Kampfesgesang und damit ist der Titel „Warrior Chant“ perfekt in Szene gesetzt. „Lost Soul“ geht es dagegen locker flockig dahin, und dabei werden die Jungs von Johnny von der US-Band NOTHING MORE gesanglich unterstützt. Dieser Song hat eigentlich kaum etwas damit zu tun wofür die Mongolen stehen, eventuell ein Mainstream-Experiment. Bei „The Men“ kehrt man jedoch wieder mehr zur traditionellen Spielweise zurück, und dieser Song hat ein beinahe seemännisches Flair das zum Mitgrölen einlädt. „Echoes Of My Father“ tönt stark nach Ballade und der Gesang kommt sehr einschmeichelnd herüber. Sehr rockig ist „Shadow“ und gesanglich gibt es dazu auch gutturale Vocals, die sich mit bösartig keifenden und cleanen abwechseln.

Bei „Horsemen“ ist der Titel Programm, denn durch den Rhythmus entsteht ein gewisses Reiterfeeling, also ob man über die endlose Steppe galoppieren würde. Etwas langsamer angelegt ist „Greed“, ein typischer Rocksong mit dynamischem Zwischenspiel. Auf das sehr schnelle „The Real You“ folgt erneut ein sehr rhythmischer Song namens „Grey Hun“, der zum Mitmachen einlädt. „Universe“ startet mit den einschmeichelnden Klängen der Pferdekopfgeige, und dieser Song ist wirklich eine wahre Ode an die Heimat. Den Abschluss bildet „Second Face“, und hier kehren die Mongolen zu ihren musikalischen Wurzeln zurück, wie man es erwartet hätte.

Großteils bieten THE HU Ähnliches wie auf den beiden Alben zuvor, allerdings ist das urige Flair oft verloren gegangen. Die Pferdekopfgeige kann man zwar schon immer wieder heraushören, allerdings nicht mehr so intensiv wie früher. Auch dem gutturalen Gesang wird nicht mehr so viel Platz eingeräumt, der ja doch stark für das urtümliche Feeling verantwortlich war. Für mich persönlich ist die neue Platte bei weitem nicht so faszinierend wie die Vorgänger, da sie ihren persönlichen Stil, mit dem sie zu begeistern wussten, kaum mehr verewigt haben, aber vielleicht können die Mongolen mit der Anpassung an westliche Musik mehr Leute erreichen als zuvor. Wie die Fans das sehen wird sich ja zeigen.

Autorin: Elisabeth Eichmüller

 


Tracklist „Hun“:
1. Warrior Chant
2. Lost Soul feat. Johnny (NOTHING MORE)
3. The Men
4. Echoes Of My Father
5. Shadow
6. Horsemen
7. Greed
8. The Real You
9. Grey Hun
10. Universe
11. Second Face
Gesamtspielzeit: 50:30

 


Band-Links:

the hu - hunthe hu - hun

The Hu - Hun
THE HU – Hun
LineUp:
Enkhsaikhan. B, “Enkush” (Gal horse head fiddle, throat singing)
Galbadrakh. TS, “Galaa” (Ayanga horse head fiddle, throat singing)
Nyamjantsan. G, “Jaya” (Salhi tsuur, throat singing, jaw harp)
Temuulen. N, “Temka” (Baigali tovshuur, throat singing)
Jambaldorj. A, “Jambaa” (Guitars)
Nyamdavaa. B, “Davaa” (Bass)
Odbayar. G, “Odko” (Drums)
Unumunkh. M, “Unu” (Percussion drummer)
Gäste:
Johnny (NOTHING MORE)
7
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