grave dance company - ruins
GRAVE DANCE COMPANY
Ruins
(Gothic | Doom)

 


Label: Reaper Entertainment
Format: (LP)

Release: 25.09.2026


Dark, intense, and deeply human, Ruins is an album for listeners who appreciate emotional rock music with substance – Music is sometimes the only place left to stay

JACK FROST war lange eine Institution der (ober)österreichischen Metalszene, bewegte sich zwar über die drei Dekaden zwar konsequent im Untergrund, veröffentlichte nur in größeren Abständen Alben und machte sich auch live relativ rar. Dennoch, oder genau deswegen, waren Shows und neue Veröffentlichungen diese Legende stets ein Fest für Fans. Ein düsteres Fest möchte man meinen, denn der schwemütige, einzigartige Sound wusste immer zu berühren. Doch die Stimme von JACK FROST ist vor ein paar Jahren auf ewig verstummt, erlitt Sänger Phred Phinster doch Kehlkopfkrebs, verabschiedete sich doch aber noch mit einer großen Show im Linzer Posthof, bei dem die Stimmgewalt und langjähriger Weggefährte Michelle Darkness von END OF GREEN das Micro übernahm, während Phred stoisch seinen Bass zupfte.

Und so machte man die Not zur Tugend und nahm Michelle, sowie seinen Kollegen Kirk Kerker mit ins LineUp und erschien im vergangenen Jahr mit der intensiven Debüt EP „Lon Chaney“ stark wie nie, wie der Rabe aus der Asche. Nun folgt das Debüt „Ruins“, das seinem Namen gerecht wird.

Der Spirit der Glom Rock Legende ist deutlich hörbar, die dreifache Gitarrenattacke drückt schon im bitterdüsteren Opener „Wild Ones“, dem wohl rockigsten Song des Albums und die Stimme von Mr. Darkness thront verheißungsvoll über dem doomigen Gothic-Track. Etwas flotter geht es bei „Die In My Sleep“ zu und die melodischen Gitarren bohren sich in die Gehörgänge, ehe „Lon Chaney“ verheißungsvoll zwischen Spannungsaufbau und intensiver Gothic-Explosion wandelt. Drückender Doom folgt in „The Devil’s Hour“. Mit bester Produktion pressen die Gitarren einen regelrecht in den Boden und bei „Give Myself Away“ holt man sogleich die Taschentücher hervor. Der erfahrene Sänger weiß sowohl die düsteren Gothic-Stimme mit viel Volumen auszuspielen, als auch inbrünstig an niemand geringeres als Pete Steele in seinen besten Tagen zu erinnern.

Apropos TYPE O NEGATIVE, auch das grandiose Stück „New Dawn Fades“ von der vorangegangenen EP ist hier nochmal zu finden. Hier treffen BLACK SABBATH Riffs auf die Genialität der Doom-Legende und ist weiterhin ein absolutes Highlight der noch recht neuen Band, die hier Emotionen eine mächtige Bühne bietet. Es wird nochmal todtraurig, denn das dahinwalzende mit hämmernden Drums von Colossus Rossus ausgestattete Schlussstück geht nochmal unter die Haut. Friedhofstimmung kommt auf bei den eindringlichen Klängen und Mr. Darkness lamentiert die titelgebenden Worte: „Where Are You Now?“ mit voller Inbrunst und lässt den Hörer in einem Loch der Verzweiflung zurück.

Wo JACK FROST noch im Untergrund sich pudelwohl fühlten, ist die GRAVE DANCE COMPANY schon jetzt zu höherem berufen und bietet ein Debüt, das sich mit de genannten Bands, aber auch weiteren Gothic-Größen wie LACRIMAS PROFUNDERE messen kann und auch wird.

Autor: Max Wollersberger

 


Tracklist „Ruins“:
1. Wild Ones
2. Die in My Sleep
3. Lon Chaney
4. The Devil’s Hour
5. Give Myself Away
6. These Are the Ruins
7. The Loneliest Place
8. New Dawn Fades
9. Where Are You Now?
Gesamtspielzeit:

 


Band-Links:
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grave dance company - ruins
GRAVE DANCE COMPANY – Ruins
LineUp:
Michelle Darkness (Vocals)
Mournful Morales (Guitars)
Gary Gloom (Guitars)
Hell Baker (Guitars)
Kirk Kerker (Bass)
Colssus Rossos (Drums)
8.5
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