Madball - Not Your Kingdom
MADBALL
Not Your Kingdom
(Hardcore)

 


Label: Nuclear Blast
Format: (LP)

Release: 24.07.2026


Wer MADBALL ist muss man den earshot.at Leser*innen wohl nicht erklären. Scott Vogel von TERROR bezeichnet sie gar als beste HardcoreBband aller Zeiten. Doch das letzte Album „For The Cause“ der Truppe, rund um Fronturgewalt Freddy Cricien, ist nicht nur schon wieder acht Jahre alt, sondern war – erst recht – im Vergleich mit der übrigen Diskograpfie der New Yorker, ein eher maues Lüftchen. In diesen Jahren hat sich aber auch einiges getan im Haues MADBALL, so verließ Bassist Jorge Guerra, besser bekannt als Hoya Roc, der seit 1993 den Sound der Band maßgeblich mitpräge, die NY Hardcore Institution.

Mit infernaler Gewalt preschen MADBALL auf „Tethered“ los und präsentieren sich in einer Spiellaune, wie mindestens, seit der „Hardcore Lives“ nicht mehr. Da wird ein massiver Moshpart an den nächsten gereiht, während man sich in gewohnter Manier am Mikro austobt. In „Flammable“ wird dann in unter einer Minute alles kurz und klein geprügelt, bevor das Interlude, oder wie es MB nennt, „Rebelude“ eine kurze Verschnaufpause nach der schweißtreibenden Albumeröffnung gegönnt. Es folgt die schon im Vorfeld veröffentliche Singalong Hymne „Rebel Kids“, die MADBALL einmal mehr als Meister des Midtempo Hardcore-Songs zum lautstarken Mitgröhlen enttarnt. „Don’t MisStep“, getragen von einer furiosen Rhythmusfraktion, wird den Moshpit regelmäßig in Schlachtfelder verwandeln. Ein mehr als sattes Brett.

Das street-punkige wie unglaublich tighte „What Say You“ stellt wohl nicht nur das Highlight des Albums dar, sondern offenbart auch, wie einflussreich Gitarrist Mike Gurnari inzwischen für den Sound der New Yorker ist. So glänzt dann auch das metallische Hochgeschwindigkeitsgeschoß „Stab Wounds“ mit messerscharfen Riffs und einer Wucht, die ihresgleichen sucht. Freddy Cricien sagt über das Album: “No overthinking, nothing contrived, just Madball on a new level”, und ja das trifft es gut, denn MADBALL klingen unbeschwert und befreit wie seit langen nicht mehr. So scheuen sie auch nicht vor dem einen oder anderen musikalischen Versuch zurück ihren Sound zu erweitern, denn so wie in „Life’s A Mural“, hat man Freddy wahrlich noch nicht seine Stimmbänder rauslassen gehört. Familie hat bekanntlich gerade im NYHC einen ganz besonderen Stellenwert und so folgt das Groovemonster „Family First“ quasi Gewehr bei Fuß.

Mit dem 30-Sekünder “IWI” folgt dann gleich die nächste Überraschung. Nach kurzem Intermezzo mit akustischer Gitarre wütet man dann auf Deutsch (!) über die Ziellinie. Auch beim Chorus von „The Ride“ zeigt man sich in bis dato ungewohnt melodischer Manier, bevor mit „Chase The Dream“, ein quasi klassisches Brett einen, fetten Schlusspunkt unter ein verdammt gutes Hardcor Album setzt.

MADBALL melden sich auf „Not Your Kingdom“ nicht nur lautstark, sondern auch so zwingend wie seit langen nicht mehr zurück. Das Quartett hat ihrem New York Hardcore eine gelungene Frischzellenkur unterzogen und beweist, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Ganz im Gegenteil, denn live sind die Herrschaften ohnehin eine absolute Bank. Man kann sich also auf mehr als fette Liveshows im Zuge der Touren zum neuen Album freuen.

Autor*in: David Zuser


Tracklist „Not Your Kingdom“:
1. Tethered
2. Flammable
3. Rebelude
4. Rebel Kids
5. Don’t MisStep
6. What Say You
7. Stab Wounds
8. Sunrise
9. Life’s a Mural
10. Family First
11. Clockwork
12. IWI
13. The Ride
14. Chase a Dream
Gesamtspielzeit: 30:01


Band Links:
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Madball Not Your Kingdom
MADBALL – Not Your Kingdom
LineUp:
Freddy Cricien (Vocals)
Mike Gurnari (Guitars)
Paul Delaney (Bass)
Mike Justian (Drums)
8.5
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