
Sieben Jahre nach dem grandiosen „Hostile Defiance“ Album gibt’s nun in Form von „Death Mask Messiah“ endlich wieder ein Lebenszeichen der deutschen Thrash-Urgesteine EXUMER – und das fällt ziemlich kräftig aus. Im Vergleich zu den drei Vorgängern gibt es allerdings auch einige Änderungen. Zum einen gab es zwei Besetzungswechsel. Alex Voss (CALL OF CHARON) übernahm den Bass und Jerome Reil (DESTROY THEM, THE VERY END) das Schlagzeug. Zum anderen gibt es auch musikalisch die eine oder andere Veränderung. Man orientiert sich wieder mehr in Richtung Oldschool Thrash. „Death Mask Messiah“ ist nicht mehr so wuchtig wie die Vorgänger, dafür höllisch aggressiv.
Los geht’s mit dem Titeltrack der auch gleich die Richtung für das restliche Album vorgibt. Schneller, aggressiver Thrash im alten Stil, gespickt mit messerscharfen Riffs und zum Teil richtig genialen Soli und einem Drummer der das Ganze mit der nötigen Wucht unterstützt. Irgendwie merkt man daß das der Sohn von Jürgen „Ventor“ Reil (KREATOR) ist. Ohne Verschnaufpause geht es mit „Blinding Skies“ und „Sin Bleeder“ weiter bevor man mit „Eradication“ erstmals das Tempo etwas drosselt, etwas grooviger zu Werke geht und auch gewisse US Thrash Elemente geschickt einbaut. Gleiches gilt auch für das extrem wuchtig intensive „Ravishing Waste“ bevor mit „Allocated Savagery“ ein absolutes Highlight des Albums folgt. Rasend schnell und wütend mit einer ordentlichen SLAYER Schlagseite ausgestattet prügelt der Song alles in Grund und Boden.
Bei „Serpent“ geht es dann wieder gemächlicher zur Sache. Trotzdem läßt der sehr melodische Song nichts an Härte vermissen und bereitet den Hörer auf das nächste Highlight vor.“Fratricide“ ist ebenfalls im Midtempo-Bereich angesiedelt ist aber trotz seiner Wucht sehr melodisch und eingängig. Ebenfalls nicht zu überhören ist der SLAYER Einfluss, was jetzt keinesfalls negativ gemeint ist, sondern dem Song das gewisse Etwas verleiht. Ähnlich verhält es sich mit „Scorcher“ der aber nicht ganz an den Vorgänger herankommt.
„Frozen Ground“ gibt dann noch mal ordentlich Gas. Eine richtig schön wütende Thrash Granate bevor mit dem NASTY SAVAGE Cover „Unchained Angel“ das Album beendet wird. Ich würde das Cover als interessant und durchaus gelungen bezeichnen da es doch um einiges intensiver und heavier ist als das Original ist.
Zusammenfassend muss man sagen, dass der Schwenk in Richtung OldSchool EXUMER sehr gut zu Gesichte steht und „Death Mask Messiah“ so ziemlich das beste Thrash Album ist das ich bisher heuer gehört habe. Die geniale Instrumentalfraktion und ein in Höchstform agierenden Sänger machen das Album zu etwas Besonderem.
Tracklist „Death Mask Messiah“:
1. Death Mask Messiah
2. Blinding Skies
3. Sin Bleeder
4. Eradication
5. Ravishing Waste
6. Allocated Savagery
7. Serpent
8. Fratricide
9. Scorcher
10. Frozen Ground
11. Unchained Angel (NASTY SAVAGE)
Gesamtspielzeit: 41:49
