
Systems Of Solitude
(Sludge Metal)
Label: DIY
Format: (EP)
Release: 10.06.2026
Die Kult Sludger aus Savannah Georgia sind zurück. Leider nicht mit einem neuen Album, aber mit einer knapp achtminütigen Abrechnung mit der Welt, den Mächtigen und allen, die für die eigene Gier stehlen. BLACK TUSK sind auf den drei Songs der EP „Systems Of Solitude“ so wütend wie selten zuvor. Der Sound ist herrlich roh und sumpfig, wie ihn fast nur diese Band hinbekommt und auch groß gemacht hat.
„Crushed by the Weight” ist brutal schnell, punkig und crustig an allen Ecken und Enden. BLACK TUSK schreien hier gegen die Menschen an der Macht an und spucken ihnen wütend ihre Parolen direkt ins Gesicht. Intensiv war der Vierer ja schon immer, aber auch im fortgeschrittenen Bandalter wird man nicht müde gefühlt wie ein Irrer im Boot durch die Sümpfe Georgias zu fetzen, durch modriges Wasser und vorbei an Krokodilen und Schlangen. Und all das im Tanktop mit einer Pulle Jack Daniels in der Hand (als kleine Reminiszenz an den legendären Auftritt beim Sauzipf 2025, als mehrere Flaschen Jack Daniels während des Gigs von der Band vernichtet wurden).
„Far From Light“ ist typischer BLACK TUSK Sludge. Langsam und zäh kommen die Gitarren aus den Boxen. Andrew Fidlers Vocals sind so intensiv wie eh und je und kämpfen gegen religiöse Kontrolle an. Und wenn dann die Geschwindigkeit angezogen wird, geht die Raserei tollwütig dahin, mit schrammenden Riffs und dröhnenden Drums. Das ist pure Energie.
In 90 Sekunden beendet „Small Talk“ die EP. Auch hier regiert punkige Attitüde, vor allem die Vocals fischen im Hardcore Punk. Auch hier zügeln die Jungs aus Savannah ab der Mitte hin kurz ihre Aggressionen und grooven sich ein bevor der letzte Aufschrei von Fidler alles zerreißt.
Hoffentlich folgt hier bald das nächste Album. Denn mehr als ein Appetizer kann diese herrliche EP dieser Kultband nicht sein.
Autor*in: Michael Wimmer
Tracklist „Dead Dreamer“:
1. Crushed By The Weight
2. Far From Light
3. Small Talk
Gesamtspielzeit: 08:16
Band-Links:
