RIOTER – Legalized Mind Control
RIOTER
Legalized Mind Control
(Thrash Metal)

 


Label: DIY
Format: (LP)

Release:  27.02.2026


Thrash Metal scheint sich derzeit wahrlich wieder in einem großen Aufschwung zu befinden. Die Legenden setzen sich langsam zur Ruhe oder werfen wie TESTAMENT noch ein überraschendes Meisterwerk auf den Markt. Der Nachwuchs aus dem Untergrund rückt aber beständig und motiviert nach. Prägen Bands wie WARBRINGER, POWER TRIP und HAVOK die Szene schon zu einem großen Teil, liefern junge Konsorten wie ANGELUS APATRIDA, TERMINALIST, HAZZERD oder ENFORCED ein großartiges Thrash Album nach dem anderen ab.

Im Underground brodelt es beständig weiter und natürlich möchte auch Skandinavien da in nichts nachstehen. Fast aus dem Nichts erscheinen RIOTER aus Norwegen auf der Bühne und veröffentlichen ein Debüt in Eigenregie, dass 40 Minuten lang perfekt inszenierten Oldschool Thrash mit moderner Kante liefert.

Hier könnte man natürlich sagen: „Das habe ich alles schon zigfach gehört und ist nichts neues!“. Aber die jungen Norweger schaffen es tatsächlich von Song zu Song ihren eigenen Stil miteinzubinden und ein abwechslungsreiches Album hinzustellen. „Digital Decay“ gibt die Richtung vor. Treibende Oldschool Trash Riffs treffen auf schnelle punktgenaue Drums. Der Gesang ist stark and die Bay Area Schule angelegt. In dem Song ist eine Energie und Unbekümmertheit zu spüren, die perfekte Laune macht.

Mit „Another Marionette” schwingen sich RIOTER zum ersten Meisterstück auf. Gesanglich erinnert es an James Hetfield zu allerbesten Zeiten. Und was die Gitarren im letzten Drittel des Songs aufführen, ist Oldschool Thrash Metal modern gedacht. Das Riffing ist knackig aber immer wieder durchsetzt von großartigen Melodien. Erstmals wird zum Wohle der Atmosphäre etwas mit der Geschwindigkeit gespielt, was dem Song sehr guttut. Und das Solo kann sich auch sehen lassen. So geht es dann auch weiter und gefühlt stets bergauf im Album.

„Freezing Hell” und „Pariah Parish” sind Bay Area Trash Granaten par excellence. Man hört viel METALLICA und auch TESTAMENT oder DEATH ANGEL. Die Referenzen sind vielfältig, aber nie einfach nur kopiert.

Mit „From the Corners (Tindalos)” beweisen RIOTER, dass sie auch anders können und zeigen Eigenständigkeit. Der Song beginnt langsam und fast im Grunge beheimatet mit trauriger cleaner Stimme. Ein herrliches Bassriff leitet in der Mitte plötzlich ins Thrash Universum. Trotzdem ist der Song eher zurückhaltend und vor allem durchzogen von rockigen Riffs und grandiosen Soli.

In dem abschließenden Trio „Blackest Magics“, „Post Human” sowie „Wreck ’n‘ Rule“ regiert wieder die Thrashkeule. RIOTER orientieren sich vom Oldschool Bay Area Style in Richtung Moderne. Die Riffs sind schnell und messerscharf, aber enorm melodisch und mit tollen Hooks versehen.

Alles in Allem ist „Legalized Mind Control” ein herausragendes DIY Underground Debüt einer Band, die ihren Weg definitiv noch machen wird. Von RIOTER kann man noch großes erwarten.

 

Autor*in: Michael Wimmer


Tracklist „Legalize Mind Control“:
1. Digital Decay
2. Another Marionette
3. Freezing Hell
4. Pariah Parish
5. From the Corners (Tindalos)
6. Blackest Magics
7. Post Human
8. Wreck ’n‘ Rule
Gesamtspielzeit: 39:21


Band-Links:
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RIOTER – Legalized Mind Control
RIOTER – Legalized Mind Control
LineUp:
Martin Pedersen (Guitars, Vocals)
Odin Wåge (Guitars, Vocals)
Olaf Petelicki (Bass)
Florian Kneib (Drums)
8
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