Death lens - whats left now
DEATH LENS
What’s Left Now?
(Post-Punk)

 


Label: Epitaph Records
Format: (LP)

Release: 24.04.2026


Wir kommen von dort, wo man uns nicht unbedingt den roten Teppich ausrollt. Alles, was DEATH LENS heute ist, haben wir uns selbst erkämpft. Für uns bedeutet Erfolg nicht, reich zu sein, sondern die Freiheit zu haben, die Wahrheit über unsere Welt zu sagen, ohne uns verbiegen zu müssen

Die Reise von DEATH LENS nahm ihren Anfang im Jahr 2012 in La Puente, einem Vorort von Los Angeles, der stark durch die raue Realität der Arbeiterklasse geprägt war. In ihren Gründungsjahren experimentierten die Jungs noch noch als rein instrumentales Projekt, dessen Wurzeln im halligen Surf-Rock und ungestümen Garage-Punk lagen. Erst als Bryan Torres die Rolle des Frontmanns übernahm, fand die Band ihre eigentliche Bestimmung und Stimme.

Wie gewohnt bevor wir auf das neue Album eingehen, von mir noch ein bis zweite nette Kleinigkeiten aus meiner Ecke „Nice to Know“:  Trotz des Erfolgs weigert sich die Band beharrlich, ihr Merchandising komplett auszulagern. Bis heute entwerfen Mitglieder der Band viele ihrer Shirt-Designs selbst und pflegen eine sehr enge, fast familiäre Verbindung zur Skater-Szene in East L.A., aus der sie ursprünglich stammen.

Mit ihrem aktuellem Werk „What’s Left Now?“ haben DEATH LENS endgültig den Sprung vom Geheimtipp der Westküste zur Speerspitze des modernen Alternative-Punk geschafft. Der Sound der Platte ist ein gewaltiges Statement: Die rohe DIY-Energie ihrer Anfangstage wurde hier durch eine erstklassige Produktion kanalisiert, die jedem Instrument Raum zum Atmen gibt, ohne den nötigen „Dreck“ unter den Fingernägeln zu verlieren. Die Band präsentiert sich tighter denn je und liefert ein Klangbild, das zwischen hymnischem Stadion-Rock, düsterem Post-Punk und der Aggressivität des Hardcore changiert.

Schon der Opener „Monolith“ setzt den Ton für das Album: Nach einem atmosphärischen, fast schon cineastischen Intro bricht ein massives Riff los, das die neue klangliche Tiefe von DEATH LENS sofort hörbar macht. Bryan Torres’ Gesang hat an Ausdrucksstärke gewonnen und schwebt kraftvoll über den treibenden Basslinien von Jhon Reyes.

Ein besonderes Highlight ist die Zusammenarbeit mit Ian Shelton von MILITARIE GUN beim Song „Waiting To Know“. Hier zeigt die Band ihr Talent für eingängige Melodien, die dennoch eine melancholische Schwere transportieren – ein Sound, der fast schon an die Hochphase des Britpop erinnert, aber durch die punkige Attitüde der Jungs aus La Puente geerdet wird. Dass DEATH LENS jedoch nichts von ihrer Bissigkeit eingebüßt haben, beweisen Tracks wie „Power“ oder das furiose „Out Of My Skin“, die mit einem frenetischen Tempo und messerscharfen Gitarren-Licks von Ernie Gutierrez nach Vorne peitschen.

Experimenteller wird es bei „Saints In The Panic Room“, das mit fast schon industriellen Drum-Sounds eine klaustrophobische Atmosphäre erzeugt und zeigt, dass die Band bereit ist, die Grenzen des Genres zu verschieben. Den krönenden Abschluss bildet „Debt Collector“, ein wütendes politisches Manifest, das mit stakkatoartigen Vocals und einer überwältigenden Soundwand endet.

Insgesamt ist „What’s Left Now?“ ein klanglich vielschichtiges Meisterwerk, das den Schmerz, die Wut und die Hoffnung einer ganzen Generation in perfekt produzierte Punk-Goldstücke gießt.

Autorin: Bianca Ully


Tracklist „What’s Left Now?“:
1. Monolith
2. Power
3. Out Of My Skin
4. Waiting To Know (Feat. MILITARIE GUN)
5. Drown
6. Am I A Drug To You?
7. Saints In The Panic Room
8. Off The Edge
9. Useless
10. Last Call
11. Pulling Teeth
12. Debt Collector
Gesamtspielzeit:

 


Band-Links:

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Death lens - whats left now
DEATH LENS – What’s Left Now?
LineUp:
Bryan Torres (Vocals)
Jhon Reyes (Guitar)
Enie Gutierrez (Guitars)
Tony Rangel (Drums)
7
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