REEKING AURA – On The Promise Of The Moon
REEKING AURA
On The Promise Of The Moon
(Death Metal)

 


Label: Profound Lore Records
Format: (LP)

Release: 17.04.2026


Die US-Ostküste ist nach wie vor eine Bank, wenn es um brutalen wie eingängigen Death Metal geht. Die Geschichte der Szene vor Ort ist lang. Umso schöner, dass New York und New Jersey nach wie vor grandiose Bands aus dem Untergrund ziehen können, die sich aufmachen, um auch über dem Ozean bekannt zu werden. Brachten uns die Underground Legenden von FUNEBRARUM erst vor kurzem ihr sensationelles drittes Album, machen sich auch REEKING AURA auf, um mit Release Nummer Zwei den nächsten Schritt zu machen.

„On The Promise Of The Moon” geht hier deutlich anders zu Werke, also die oben erwähnten Genrekollegen. Hier ist deutlich mehr skandinavischer Einfluss zu hören und die Grenzen zum Melodic Death Metal sind immer wieder schwimmend. Das Album wurde von niemand geringerem als der Musik- und Produzentenlegende Dan Swanö abgemischt, und EDGE OF SANITY stehen mit Sicherheit auch Pate für so manche grandios ins Ohr gehende Melodie. „Concrete Basin Bath“ legt ultra brutal los. Der Song ist absolute Ostküsten Death Metal Schule und vor allem die extremst tiefen gutturalen Growls erinnern stark an SUFFOCATION. Das singende Riffing geht doch schnell melodiösere Bahnen als bei den Legenden, aber der tiefsitzende Groove ist allgegenwärtig. Als Einsteiger bricht der Song Nacken und fetzt gewaltig.

Insgesamt sind die Songs alle knackig kurzgehalten und das gesamte Album läuft auf nur knapp 32 Minuten auf Hochtouren. Spätestens mit „A Forlorn And Frozen Vapor“ und „Manure Like Magma“ schielen Reeking Aura nicht mehr nur nach Schweden, sondern sind gefühlt dort aufgewachsen. Grandiosen Leads ala HYPOCRISY lassen den Kopf mitwippen und machen herrlich Spaß. REEKING AURA als Melodic Death Metal zu bezeichnen greift sicher zu kurz, da die Szenerie doch sehr oft im Oldschool Death verhaftet bleibt. Atmosphäre ist aber Trumpf bei den erfahrenen Amis und diese allgegenwärtige Stimmung hebt die Songs kollektiv auch über die Beliebigkeit.

„Gorged Beyond Grudges“ sticht mit GOJIRA mäßigem Soloeinstieg in den Song heraus und präsentiert sich erstmal fast proggy mit Post Metal Anleihen im Mittelteil. Der Song bleibt im Ohr haften, krankt aber etwas an den uniformen guttural Vocals. Das als einziger kleiner Kritikpunkt bleibt bei einem ansonsten wirklich sehr guten Stück stehen. Gerade Songs wie „What Only Worms Witness“ als knackiger aber enorm grooviger Schweden-Death Brecher und „The Cathedral’s Calculation“ als stilistischer US-Kontrapunkt zeichnen dann das Bild weiter von REEKING AURA als sehr variable Death Metal Kombo.

Hier wird nicht nur stur Oldschool gezockt, sondern das beste aller Welten gekonnt vereint. Diese gelungene sich zwischen den Stilen bewegen hebt „On The Promise Of The Moon“ als Album wirklich aus der Masse an Veröffentlichungen heraus (auch dank der drandiosen Produktion von Dan Swanö) und stellt die Band für 2026 in die erste Reihe der Death Metal Hoffnungen.

Autor*in: Michael Wimmer


Tracklist „On The Promise Of The Moon“:
1. Concrete Basin Bath
2. A Forlorn And Frozen Vapor
3. Gorged Beyond Grudges
4. Manure Like Magma
5. Lunar Rumination
6. What Only Worms Witness
7. The Cathedral’s Calculation
8. Sifting For Fungal Inheritance (A Mildewey, Acrid Mulch)
9. On The Promise Of The Moon
Gesamtspielzeit: 32:07

 


Band-Links:
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REEKING AURA – On The Promise Of The Moon
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LineUp:
Will Smith (Vocals)
Terrell Grannum (Guitars)
Rick Habeeb (Guitars)
TJ Coon (Bass)
Hudson Barth (Drums)
8
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