five finger death punch - legacy
FIVE FINGER DEATH PUNCH
Legacy
(Groove Metal)

 


Label: Better Noise Music
Format: (LP)

Release: 31.07.2026


If It all burns down, it’s understood
We can remake it in Hollywood
If it all burns down, I’ll understand
We can remake one in Disneyland
Shelter

Was bleibt, wenn man geht. Egal ob als Mensch, als Band, die ihre Karriere beendet, vielleicht als Generation oder generell als Menschheit? Die Groove Metal Sensation FIVE FINGER DEATH PUNCH stellt sich genau diese Fragen und beschäftigt sich zum 20. Jährigen Jubiläum mit ihrer „Legacy“.

Das gleichnamige Album ist ein Grower, so viel sei schon mal gesagt. Auf den ersten Blick wirkt das nun zehnte Album wie: „Noch ein gutes 5FDP Album“, soll heißen, dass alle bekannten Trademarks da sind, es drückt, es groovt, es macht Spaß und auch die richtigen Hymnen und Balladen sind vorhanden. Unter der Haube schlummert aber dann doch viel mehr…

Die erste Single „Eye Of The Storm“ beginnt hymnisch, pathetisch und gibt dann sogleich rifftechnisch aufs Fressbrett. „We can finally rest in pieces“, klingt schon sehr plakativ, Ivan gibt sich Mühe neue und alte Tugenden mit seiner Stimme zu kombinieren. Die perfekte Live-Hymne, wenn man so will, auch wenn man schon einige dieser Couleur im Repertoire weiß. Dann veröffentlichte man „De Oprresso Liber“ – Das Motto der Navy Seals, welches „free the opressed“ bedeutet. Beschäftigt man sich mit den Zeilen, so findet man Querverweise auf viele Bereiche im Leben. Krieg, Beziehung, Arbeit, Freundschaft, Familie….

„They push the button
We pay the price
They set the deck
We roll the dice
I dont think that i unterstand the math (of it)
Trading our souls for gold (It’s not adding up)

They start the war, we wear the boots
They loose the battle, we loose the troops
I dont want to be a pawn in anybody’s game..“

Da kann man 5FDP vielleicht einiges vorwerfen, wie es so manch Redakteur auch leider getan hat, doch in Wirklichkeit ist es mutig und stark diese Themen anzusprechen. Klar, die Las Vegas Hitmaschine hat schon immer mal schwierige Themen angesprochen, doch so nachdenklich wirkte man gefühlt noch nie.

Der eröffnende Titeltrack ist eine technische Werkschau, die Zolán Bathorys Truppe schon lange nicht mehr so kleinteilig und komplex im Riffing zeigte. Zudem kann Ivan einmal mehr beweisen, dass der kleine Krawallbruder auch mit seinen 46 Jährchen noch dazulernen möchte. Die obligatorische Kitschballade hört dieses Mal auf den Namen „In Time“ und setzt den nachdenklichen Stil und das Zurückblicken fort, mag zwar kein „Far From Home“ werden, geht aber dennoch gut unter die Haut, mit „Unscathed“ geht man melodisch und Doublebass-Geballer gut nach vorne und mit „The Jokes’s On Me“ ist man fast radiotauglich.

Klar, lyrisch wirkt „Everybody Lies“ dann nochmal zu direkt, aber in jeder Story liegt eine gewisse Wahrheit und man begeistert mit einer Kombi aus Akustik-Versatzstücken und Kinderchor. Ein weiteres Highlight ist dann „Shelter“, das nochmal richtig unter die Haut geht, brutal aber zugleich introvertiert wirkt als hätte man dank den Worten „There is something in the way“ und „Of all the machines I raged against…“, etwas in den grunge’igen 90ern gekramt.

FIVE FINGER DEATH PUNCH wirken wütend, aber auch mehr bei sich, erwachsener und doch wie immer. Ein Album, das mit intelligenten Texten und ebenso klugem Songwriting auftrumpft, viel Neues im Detail bringt, aber im Endeffekt die Summe der Vorgängeralben ist mit allen Trademarks.

Autor: Max Wollersberger


Tracklist „Legacy“:
1. Legacy
2. De Oppresso Liber
3. Eye Of The Storm
4. Nails In The Coffin
5. In Time
6. Unscathed
7. Joke’s On Me
8. Everybody Lies
9. Shelter
10. Scapegoat
Gesamtspielzeit: 36:16

 


Band-Links:
FIVE FINGER DEATH PUNCH - legacy five finger tour  five finger tour

 

 

 


 

five finger death punch - legacy
FIVE FINGER DEATH PUNCH – Legacy
LineUp:
Ivan Moody (Vocals)
Zoltán Báthory (Guitars)
Andy James (Guitars)
Chris Kael (Bass)
Charlie „The Engine“ Engen (Drums)
9
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