
Alpenwut
(Atmospheric Black Metal)
Label: Running Wild Productions
Format: (LP)
Release: 23.05.2026
DEA ARTIO ist das Solo-Projekt des oberösterreichischen Musikers Kevin „Kvein“ Kuchlmayr, der dieses seit 2020 verfolgt und damit seine Ideen im Bereich Atmospheric Black Metal verwirklicht. Seit dem Start sind bereits drei Alben auf den Markt gekommen und nun gibt es mit „Alpenwut“ die Nummer vier.
Der Opener „Alphornklang“ beginnt sehr gemächlich und klangvoll, nimmt jedoch im weiteren Verlauf immer mehr Fahrt auf und dazu ertönt keifendes Growling. Es gibt jedoch ein durchaus episches Zwischenspiel bei dem die harshen Vocals noch bedrohlicher herüberkommen als zuvor. Auch das nachfolgende „Zeitlos Wanderschaft“ kommt sehr abwechslungsreich daher, aber dennoch ist das bösartige Flair das bestimmende Element, und das hält auch bei „Bergwärts“ an.
Danach wird aber Ohren und Seele eine hochmelodische Pause in Form vom instrumentalen „Trauer“ gewährt, bevor der Titeltrack „Alpenwut“ ertönt, bei dem wieder ordentlich Tempo und Härte demonstriert werden. Die Vocals sind hier teilweise geflüstert, was den unheimlichen Touch intensiviert, und auch gelegentliche klangvolle Elemente können das Flair kaum abmildern. „Des Gipfels Schwere Last“ ist deutlich langsamer als sein Vorgänger und kommt auch sonst epischer daher, allerdings wird das wohlige Fleeling durch die abwechselnd tiefen und dann wieder keifenden Vocals zunichte gemacht. Den Abschluss bildet „Im Abgrund“, das viel epische Umrahmung enthält, aber dennoch dominiert auch hier die Düsternis, und spiegelt somit das zuvor Gehörte.
Wenn man ein Bergfex ist, dann hat man – außer vielleicht bei Gewitter oder Schneesturm – noch nie so viel Aggression erlebt, wie sie auf dieser Platte vernehmbar ist. Wer genau diesen Mix aus hämmernden und gelegentlich wohltönenden Parts mag, der ist bei DEA ARTIO an der richtigen Adresse.
Autorin: Elisabeth Eichmüller
Tracklist „Alpenwut“:
1. Alphornklang
2. Zeitlos Wanderschaft
3. Bergwärts
4. Trauer
5. Alpenwut
6. Des Gipfels Schwere Last
7. Im Abgrund
Gesamtspielzeit: 47:20
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