
Meat Grinder
(Melodic Death Metal | Blackened Thrash Metal)
Label: Running Wild Productions
Format: (EP)
Release: 21.11.2025
Nach sieben Jahren und nur einem Album hauten die Wiener Melodic Deather SORS IMMANIS 2019 den berühmten Hut drauf, doch einige der Mitglieder kamen noch im selben Jahr unter dem Banner PATER TENEBRARUM wieder zurück. Nun steht auch schon das zweite Album „Meat Grinder“ an und das hat es in sich.
Modern und sphärisch zeigt sich das Intro, jedoch ballert man im Anschluss gleich thrashig und mit voller Wucht die Geschwindigkeit nach vorne. Großartiger Sound, starke Instrumentierung und fiese Vocals zeugen auf „Flesh That Hates“ von hoher Professionalität und nicht von einer weiteren typischen Underground-Truppe. Klar, im folgenden stampfenden „Antibody“ rumpelt es ganz gut irgendwie zwischen SODOM und eindringlichen, teils blackmetallischen Melodien und nordischem Melo-Death Flair, doch die Produktion ist stark und passend zum Material. So mischt man kompromissloses Tempo, Beats und Riffs mit eingängigen, teils theatralischen Elementen und wagt immer wieder kleinere Experimente, ohne sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Für Auflockerung sorgen immer wieder moderne Synthie-Intros und Einlagen, wie auch im fiesen mit Stockholm-Leads ausgestattete „Night Of The Cannibal Dread“. Aber auch direkten Thrash gibt es in Form des hochmotivierten Uptempo Stücks „Disembowel“ oder dem moderner gehaltenen „I Prefer You Dead“, das durch mehrstimmige Riffs, etwas Sludge-Feeling und drückender Rhythmik besticht.
Erwähnt sei auch noch „Pictures Of Dead People“, dass sich fies und düster aus den Boxen quält und mit ambienten Post Black Metal Elementen spielt, aber auch das hochmelodische Geknüppel „The Crimson Church“, das sich in die Gehörgänge fräst und das alles komplett ohne #nocleansinging.
Der Vater der Dunkelheit zeigt auf dem zweiten Werk eine überraschend hohe Professionalität, starkes Songwriting und einen mutigen, innovativen Gesamtsound, der zwischen Brutaliät und Eingängigkeit alles zu bieten hat, was man sich aus so einem Genremix erhoffen kann.
Tracklist „Meat Grinder“:
1. Rabies
2. Flesh That Hates
3. Antibody
4. Night Of The Cannibal Dread
5. Here Comes Eddie
6. Disembowel
7. Meat Grinder
8. I Prefer You Dead
9. Pictures Of Dead People
10. The Crimson Church
11. Realm Of The Red One
Gesamtspielzeit: 43:11
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