
Live At Szene Wien
(Heavy Metal | Hard Rock)
Label: Running Wild Productions
Format: (EP | Live)
Release: 17.07.2026
Auch wenn man die Wiener Heavy Metaller bzw. Rocker GRIM JUSTICE ob ihres Sounds schon fast in den 70ern und 80ern als Gründungsära verorten mag, startete das Quartett rund um Frontdame Michela Vignoli ihre musikalische Reise erst 2010. Seither ist die Truppe aber in Insidekreisen durchaus bekannt und mit drei, mehr als soliden, Alben, hat man auch schon genug im Gepäck, um nun nach über 15 Jahren das erste Mal Live-Taten auf Platte zu bannen.
Irgendwo zwischen THIN LIZZY und IRON MAIDEN rocken die Dame und Herren mit „The Dark Soul Of Mine“ gut und mit hörbarer Routine einwandfrei los. Wie schon bei den Briten, bremst man den 70s Heavy Metal Galopp zwischendurch aus, um die Instrumente virtuos atmen zu lassen, ehe es wieder flott dahingeht und auch ein Solo zum Schwärmen einlädt. Der Sound ist trocken, authentisch und recht pur gehalten, was zum Sound der Truppe passt. Im kurzen Set wurden kurze und knappe Ansagen verlautbart, das träge „Hungry Wolves“, das sich nach vorne walzt bringt ebenso wie das drückende „Curse Of The Moon“ oder das flottere „Holy Sword“ Abwechslung in die Szene in Wien, die gut 500 Besucher empfangen kann.
So könnte man sagen, dass GRIM JUSTICE hier ein wunderbares Live-Werk abgegeben haben, doch leider komme ich um einen gewissen Punkt nicht herum. So live man das auch halten mocht, am Gesang hätte man durchaus noch etwas schrauben können. Tönt Michela auf den Studio-Alben durchaus souverän und kann sie auch hier in tieferen Regionen überzeugen, so wird es im Sirenen-Bereich durchaus mal auch etwas mühsam für das Ohr und so manch – sorry für den Ausdruck – ge-eier, oder auch liebevoller von einem Kollegen als Wiehern benannt, ist auch immer wieder zu vernehmen.
Doch die Leiden des Odysseus musste man nicht ertragen und so spart man sich die Wachs-Ohropax auch. Fans der Band holen sich das Teil aber sowieso für die Sammlung und neugierige Heavy-Metal Jünger dürfen natürlich auch Probehören. Alles in allem ein grundsolide Live-Platte.
Tracklist „Live At Szene Wien“:
1. This Dark Soul Of Mine
2. Hungry Wolves
3. Curse Of The Moon
4. Holy Sword
5. Lady Death
Gesamtspielzeit: 26:52
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