xandria - eclipse
XANDRIA
Eclpise
(Symphonic Metal)

 


Label: Napalm Records
Format: (LP)

Release: 07.08.2026


Here’s the darkness of night, here’s the war of the tribes
All the beauty we’ve been fighting for – here the story’s ending if we let the dark side win this warEclipse

XANDRIA gehörten für mich stets zu den prägenden Größen des Symphonic Metal. Nach dem melodischen Meilenstein „The Wonders Still Awaiting“, habe ich dem Nachfolger mit Frontdame Ambre Vourvahis gespannt entgegengefiebert.

Während „Universal Tales“ ein solider Zwischenschritt war, sank meine Vorfreude mit jeder Single. Das finale Album entpuppt sich musikalisch leider als spürbarer Dämpfer.

Nach dem orchestralen Intro „Syzygy“ präsentiert „Eclipse“ vertrauten XANDRIA-Sound. Typisch treibende Riffs treffen auf symphonische Chöre, bleiben in der Melodieführung aber zu brav. „Colours“ verspricht im Arrangement große Dramatik, bricht im Refrain melodisch jedoch völlig ein. Das folkige „The Shannon’s Home“ wirkt wie eine blasse NIGHTWISH-Kopie („My Walden“), deren plötzlicher, harter Breakdown unorganisch wirkt.

„The Grand Delusion“ überzeugt hingegen mit düsteren Harmonien und THERION-artigen Chorsätzen. „Waves Of Tanis“ bietet solide Symphonic-Kost im Stile von „Ship Of Doom“, lässt aber den musikalischen Aha-Effekt vermissen. Das melodische „Northstar“ überzeugt durch fließende Folk-Klangfarben, streift instrumental jedoch die Grenze zum Disney-Kitsch. Ein echtes Highlight ist dann aber mit „Masquerade“ doch noch zu finden. Ein düsterer, rasanter Power Metal Track mit messerscharfen Riffs und Sinister-Twist.

Die Ballade „The Last Generation“ baut musikalisch wie gesanglich eine gewaltige Dynamik auf und gipfelt in Ambres stimmlichem Höchstmaß. Völlig enttäuschend zeigt sich jedoch dann „The Poetry Of The Real World“. Ein belangloses, extrem glattgezogenes Arrangement ohne melodischem Wiedererkennungswert. Das vielschichtige Epos „Lore“ schließt das Album mit komplexer Dramaturgie und variabler Themenverarbeitung aber versöhnlich ab.

Das Hauptproblem dieser ist, dass songstrukturelle Handwerk, denn manchen Arrangements fehlt die klare Linie zwischen harten Riffsalven, symphonischer Opulenz und eingängigen Hooks. Die Melodiebögen wirken teils abgenutzt, die Schlagzeug-Muster vorhersehbar und die erzwungenen Tonartwechsel im Refrain meist stark klischeehaft. Ambre glänzt technisch im Klargesang, doch das Songwriting nimmt ihren harten Vocals den Raum. Im Vergleich zu alten Werken, fehlt es den Kompositionen an Mut zu düsterer Tiefe und einfallsreicher Melodieführung.

Autorin: Bianca Ully


Tracklist „Eclipse“:
1. Syzygy
2. Eclipse
3. Colours
4. The Shannon’s Home
5. The Grand Delusion
6. Wave Of Tanis
7. Northstar
8. Masquerade
9. The Last Generation
10. The Poetry Of The Real World
11. Lore
Gesamtspielzeit: 57:23

 


Band-Links:

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xandria - eclipse
XANDRIA – Eclipse
LineUp:
Ambre Vourvahis (Vocals)
Marco Heubaum (Guitars, Keys, Vocals)
Rob Klawonn (Guitars)
Tim Schwarz (Bass)
Dimitrio Gatsios (Drums)
6.5
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