If I Die Today - I felt Nothing
IF I DIE TODAY
I Felt Nothing
(Post-Hardcore | Metallic Hardcore)

 


Label: DIY
Format: (LP)

Release: 19.06.2026


Die 2007 in Norditalien gegründeten IF I DIE TODAY setzten vor geraumer Zeit mit ihrem Machwerk „The Abyss In Silence“ ein gutes Ausrufzeichen. Ein tonnenschweres Konzeptalbum in dessen Mittelpunkt die unterschiedlichen Stadien der Trauer und der Umgang mit Verlust stand.

Nun ist die Truppe mit „I Felt Nothing“ am Start und auch wenn es diesmal nicht um so persönliche Themen geht, machen IF I DIE TODAY schon im wuchtig und davon gallopierenden Opener „Lungs“ keine Gegangenen, während sich der Mann am Mikro eben jene aus dem Leib brüllt. Diese Wut wird dann auch gleich weiter in „Kings“ kanalisiert, herrlich vertrackter metallisch angehauchter (Post)-Hardcore, der auch vor Ausritten in Screamo- und Mathcore Gefilden nicht zurückschreckt.

Persönlich erinnern mich die Italiener, vorallem auch wegen des nihilistischen Sounds, an ihre schon lange verblichenen Kollegen aus Island, GAVIN PORTLAND. Da sich auch in der dunkelsten Stunde am Horizont ein Lichtschimmer auftun kann, blitzt jener in Form der Gastvocals von Mare auf, die dem fiesen Rundumschlag eine optimistische Note verpassen, zumindest bis zu dem Zeitpunkt wo alles kurz und klein geschlagen wird. In „Dark“ lässt man dann den Rock ‚n‘ Roll von der Leine und gemahnt dann angenehm an Buffalo’s finest EVERY TIME I DIE.

Im sich erst langsam aufbauenden und mit Abstand längstem Track der Platte „Rachel“, gewähren IF I DIE TODAY den Hörer*innen eine kurze Verschnaufpause, um dann einen vor Verzweiflung nur so strotzenden Tiefschlag in die Magengrube auszuführen, der so nebenbei auch noch mit großartigem Songwriting aufwartet. „Isolation“ wütet mit gnadenlosem Tempo, um kurz in einen Break zu stolpern, und wie ein Pendel gnadenlos zurückzuschwingen.

Gab es auf dem Vorgängeralbum durchaus noch Songs, die auf postmetallische Atmosphäre setzten, folgt auf „I Felt Nothing“ eine kompakte Hasskappe auf die nächste, wie die Orwell’sche Dystopie „1984“, die ob der gehetzten Vocals ein wenig an CONVERGE erinnert, dann gleich noch unterstreicht. Beim abschließenden „Tar“ schaut dann noch Santa, der Sänger, der auch schon auf www.earshot.at zu recht gefeierten italienischen Hardcorekollegen von INFALL vorbei.

IF I DIE TODAY präsentieren sich auf dem neuen Album kompakter und musikalisch weiter gereift. „I Felt Nothing“ ist ein beeindruckend wütender Ritt, der den internationalen Vergleich wahrlich nicht scheuen muss. Schwere Empfehlung.

Autor*in: David Zuser

 


Tracklist „I Felt Nothing“:
1. Lungs
2. King
3. End (feat. Mare)
4. Dark
5. Monsters (feat. Alex Rope)
6. Rachel
7. Isolation (feat. Papero Tons)
8. Light
9. Cowards
10. 1984
11. Tar (feat. Santa, INFALL)
Gesamtspielzeit: 33:48


Band Links:

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If I Die Today - I felt Nothing
IF I DIE TODAY – I Felt Nothing
LineUp:
Marco Fresia (Vocals)
Morgan Ferrua (Guitar, Vocals)
Andrea Grasso (Bass, Vocals)
Marco Manavella (Drums)
8.5
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