Knumears - Directions
KNUMEARS 
Directions
(Screamo | Skramz | Post Hardcore)

 


Label: Run For Cover Records
Format: (LP)

Release: 03.04.2026


Schon vor einigen Wochen habe ich in einem Review wohl vorweggenommen, dass 2026 ein gutes Jahr in Sachen Screamo werden könnte. Jetzt melden sich, für mich aus dem Nichts kommend, die kalifornischen KNUMEARS lautstark mit „Directions“ zu Wort.

Wähnte einen das eröffnende „Introduction“ Anfangs noch in einer gewissen Sicherheit, baut das Trio schon bedrohliche anmutende Atmosphäre auf und auch das über Albumlänge prägende fulminante Schlagzeugspiel von Frankie Lopez hinterlässt erstmals seine Note. In „One Light, Sunshine“ bricht dann ein intensiver Sturm über die Hörer*innen herein, der gerade durch das Songwriting Können der Truppe, die mit dem geschickten Einsatz von ruhigen bzw. langsamen Passagen den Sog der Emotionen noch zu verstärken.

In „Breaking Ground“ gemahnen sie dann, auch ob der gnadenlosen Rohheit an die legendären isländischen GAVIN PORTLAND. KNUMEARS sind wütend, nein verdammt wütend und lassen dies in jede Faser ihrer Songs einfließen. Ist das intensiv? Ja, aber es berührt wie bewegt und zieht einen in seinen Bann. Manchmal wird der Begriff Screamo ja auch gerne für Bands wie THE USED oder auch SILVERSTEIN verwendet, aber KNUMEARS sieht sich eindeutig in der Tradition von Bands wie JEROMES DREAM (deren Sänger Jeff Smith sich in „Fade Away“ gleich die Ehre gibt) ORCHID, SAETIA oder auch LOMA PRIETA deren schonungslose Spielart des Screamo auch unter der Bezeichnung Skramz firmiert.

Während dann im ungestümen „Untitled“ kein Stein auf dem anderen bleibt, schleppt sich „Bridged“ zäh zum Ausbruch, um sich dann wie ein Regenbogen nach dem reinigenden Gewitter im Wohlgefallen zu erstrahlen. Das abschließende Doppel aus „Friendly Face“ und „The North“ schielt dann nicht nur wieder sympathisch nach Island, sondern glänzt mit sich in die Gehörgänge fräsenden Melodien.

KNUMEARS legen mit „Directions“ ein gleichsam unbequemes wie faszinierendes Album vor, dass einen trotz all der transportierten Wut und Verzweiflung in seinen Bann zieht. 26 Minuten reinste Katharsis und definitiv ein Kandidat für die Jahresbestenlisten.

Autor*in: David Zuser


Tracklist „Directions“:
1. Introduction
2. One Light, Sunshine
3. My Name
4. Breaking Ground
5. Directions
6. Untitled
7. Bridged
8. Fade Away
9. Friendly Face
10. The North
Gesamtspielzeit: 26:02

 


Band Links

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Knumears - Directions
KNUMEARS – Directions
LineUp:
Matthew Cole (Gitarre, Vocals)
Dante Garcia II (Bass, Vocals)
Frankie Lopez (Drums, Vocals)
9
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