
Wired
(Post Hardcore | Indie Rock)
Label: Run For Cover Records
Format: (LP)
Release: 08.05.2026
Acht lange Jahre sind ins Land gezogen seit dem letzten Album „Beside Myself“ und noch viel mehr seitdem heute wohl als legendäre bezeichnetem BASEMENT Werk „Colourmeinkindness“. Sprich die Band hätte sich ihr Comeback mitunter leicht machen können. Aber schon der doch recht wuchtig geratene Opener „Time Waster“ zeigt, dass BASEMENT nicht auf Nummer sicher gehen, hier verschmelzen sie wie auch am nachfolgenden Titeltrack gekonnt Indie-Rock mit Post Hardcore und gemahnen ein wenig an die schon lange verblichenen und am Ende immer sträflich unterschätzen RECOVER.
Die Briten lassen dann mit „Deadweight“ wohl das Highlight des Albums folgen, ein herrlich dissonanter Song, der nicht nur an CAVE IN zu „Antenna“ Zeiten erinnert sondern zum Ende hin herrlich verschleppt wird und so den perfekten Übergang zum nachfolgenden verträumt rockenden „Broken By Design“ bildet. Um danach im zu Beginn noch straight rockenden „Pick Up The Pieces“ diesen erneut in einem Midtempo-Part verstolpern zu lassen und wieder schlingernd in die Spur finden zu lassen. „Embrace“ holt dann zu großen Gesten aus, greift dabei aber ein wenig zu tief in den Pathos Topf. Ein wenig THRICE Wucht lässt dann „Sever“, der kompakteste Song der Platte aufkommen, während dem luftig rockenden „The Way I Feel“ richtiggehend die Sonne aus dem Allerwertesten scheint. Und weil BASEMENT in der zweiten Albumhälfte nochmals einen Lauf haben, verpflanzen sie den fast unanständigen Ohrwurm „Statisfy“ in unsere Gehörgänge.
Das druckvolle „Summer’s End“ beschließt nicht nur die Platte, sondern atmet auch ordentlich den Post Hardcore der 90er und frühen 2000er und erinnert gar angenehm an Walter Schreifels‘ RIVAL SCHOOLS.
Die Band hat es ja selber wohl angedeutet, dass die Fans ihr neues Werk entweder lieben oder hassen werden. Und ja „Wired“ wird die Hörer*innenschaft spalten, denn dem neuen Sound von BASEMENT fehlt es 2026 definitiv doch ein wenig an früheren Ecken und Kanten. Dennoch versammelt die neue Platte so starke Songs und entwickelt sich spätestens nach mehreren Durchläufen durchaus zu einem ordentlichen „Grower“.
Autor*in: David Zuser
Tracklist „Wired“:
1. Time Waster
2. Wired
3. Deadweight
4. Broken By Design
5. Pick Up The Pieces
6. Embrace
7. Sever
8. The Way I Feel
9. Satisfy
10. Head Alight
11. Longshot
12. Summer’s End
Gesamtspielzeit: 37:37
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