masterplan - metalmorphosis
MASTERPLAN
Metalmorphosis
(Power Metal)

 


Label: Frontiers Records
Format: (LP) 

Release: 26.06.2026


Ich glaube nicht, dass hier jemand nochmal das unglaublich mühsame Hin und Her im LineUp von der einst so grandios gestarteten Supergroup MASTERPLAN noch hören muss. Rick Altzi stellt (AT VANCE, Ex-THUNDERSTONE) den dritten Sänger neben Mike DeMeio (Ex-RIOT) und Jorn Lande, der ja gleich zwei Mal abtrat, dar. Er singt nun sein zweites reguläres Album ein. Nun brauchte man nun ganze 13 Jahre, um ein neues Studioalbum zu kreieren, auch wenn man 2017 mit dem Cover-Album „PunpKings“ die Vergangenheit von Roland Grapow (Ex-HELLOWEEN) nochmal aufrollte. Und so kommt man in mehr als zwei Dekaden erst auf sechs Longplayer.

Genug Geschichte, wir sind im Hier und Jetzt und nun ist „Metalmorphosis“ endlich da und zeigt, dass die Band doch wieder zu alter Stärke finden könnte. Das Album ist eine Hommage an die 25 erwähnten Jahre, ohne sich in Nostalgie zu verlieren oder zu gewollt zu wirken. So erinnert der Opener „Chase The Light“ sofort an das Debüt, lässt sich anfangs Zeit, um Spannung aufzubauen und bringt alle bekannten, düsteren Trademarks mit. Wenn Rick einsetzt, kommt kurz Wehmut auf, denn so starke der Mann mit seiner rauen Stimme auch umgehen kann, ganz kann er Jorn Lande nicht vergessen machen, aber das ist ja auch eine unglaubliche Aufgabe. Mit einem Mix technischer Raffinesse, drückenden Rhythmen und eingängigen, wie wunderschönen Melodien, spielen MASTERPLAN hier und im weitere Verlauf ihre Stärken aus.

Es folgt „Electric Lights“, dass den Happy Metal, den man einst in mit „Heroes“ schon perfekt in den Bandsound integrierte, hochleben lässt und zum Mitsingen einlädt, wohingegen „Shadow Man“ seinem Namen gerecht wird. Dunkelster Power Metal mit bedrohlichen Vocals, die von filigranen Klavier-Melodien und düsteren Keys flankiert werden. Und so gibt es im weiteren Verlauf einen spannenden Mix, der zwar etwas überraschungsarm erscheint, jedoch Fans die Herzen höherschlagen lassen wird. „Pain Of Yesterday“ webt die orientalischen Elemente, die einst „Bleeding Eyes“ aufwerteten ein und auch den ein oder anderen hymnischen Rafrain zum Mitträllern findet man auf dieser Platte.

Zwischendurch haut Grapow sogar mal ein 80er Metal Riff ein, dass nicht zufällig an die Ära „Walls Of Jericho“ von HELLOWEEN erinnert, auch wenn er zu diesem Zeitpunkt einst noch gar nicht in der Band war. Zudem traut er sich beim 7-Minüter „The Call“ auch mal mit an die Lead-Vocals.

MASTERPLAN sind zurück und das mit erhoffter Qualität, ohne Lückenfüller und all ihren bekannten Trademarks, kleineren Neuerungen, aber auch einem Hauch Nostalgie. „Metalmorphosis“ klingt, als hätte es einst schon nach dem unglaublichen Debüt erscheinen können und reiht sich dadurch weit oben in der Diskografie ein.

Autor: Max Wollersberger

 


Tracklist „Metalmorphosis“:
1. Chase Light
2. Electric Nights
3. Shadow Man
4. Bound To Fall
5. Pain of Yesterday
6. Metalmorphosis
7. Through The Storm
8. Ghostlight
9. The Call
10. Rise Again
Gesamtspielzeit: 50:39


Band-Links:
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MASTERPLAN – Metalmorphosis
LineUp:
Rick Altzi (Vocals)
Roland Grapow (Guitars, Vocals)
Jani Kuilainen (Bass)
Axel Mackenrott (Keys)
Kevin Kott (Drums)
8
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