
Embrace The Black Light
(Metallic Hardcore | Death Metal)
Label: Closed Casket Activities
Format: (LP)
Release: 12.05.2025
Seit dem letzten musikalischen Lebenszeichen der Metallic Hardcore Wüteriche 100 DEMONS aus Waterbury, Conneticut sind 22 Jahreins Land gezogen . Das selbst betitelte zweite Album erschien 2004 über das Label des CONVERGE-Fronters Jacob Bannon, der sich damals auch für das Artwork verantwortlich zeichnete. So einigen mag wohl der Brecher „Repeat Process“ noch ein Begriff sein.
Letzten Herbst verlautbarte die Band unerwartet den Tod ihres langjährigen Bassisten Erik Barret, wenig später stieg Sänger Pete Morcey bei den legendären, wie überraschend wiederformierten BLOOD FOR BLOOD am Mikro ein. Also nicht unbedingt die besten Umstände, um gerade jetzt mit einem neuen 100 DEMONS Album zu rechnen, oder vielleicht gerade doch.
Anyways – das Quintett eröffnet ihr drittes Album „Embrace The Black Light“ mit den Worten: „There is something on my chest, I can’t fucking breath”, dann walzt der durch die harte schwedische Death Schule gegangene Metallic Hardcore in „The Nightmare“ alles nieder. Unerbittlich, wie technisch versiert und amtlich spaßbefreit, dass es einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert, sind sie dann auch in „Made For Nothing“ and „Through Seven Entities“ am Werk.
Die Lyrics der überzeugten Agnostiker befassen sich, wie schon in der Vergangenheit, mit Religion jeglicher Ausprägung und dem Leid, den diese über die Menschheit bringen. Im großartigen „The Cold Wind At The Crossroads“ holen sie sich dann Verstärkung von den TWITCHING TONGUES, mit denen sie sich ohnehin Sean Martin (auch Ex-HATEBREED, UMBRA VITAE, WEAR YOUR WOUNDS) teilen. Deren Colin Young veredelt mit seiner markanten Stimme auch den Chorus. Auf den darf dann einer der brutalsten Breakdowns des bisherigen Jahres folgen. „Häxan Hammer“ befasst sich dann mit Hexenverbrennungen und zieht auch lyrisch gekonnt einen Kontext zum aktuellen Zustand der Gesellschaft und dem zunehmenden religiösen Fanatismus und Extremismus.
100 DEMONS machen auch weiter keine Gefangen und lassen nicht locker. Und so steigert sich ihr nihilistischer Rundumschlag im abschließenden „Spiritual Liberation“, das einen würdigen wie mächtigen Schlusspunkt unter ein verdammt gutes Comebackalbum setzt.
Die Band schafft auf „Embrace The Black Light“ das Kunststück gekonnt an ihren Sound der 2000er anzuschließen und dessen stumpfe Kompromisslosigkeit in das Hier und Jetzt zu transportieren. Ein zorniges, brutales und gnadenloses Brett – zur rechten Zeit.
Autor*in: David Zuser
Tracklist „Embrace The Black Light“:
1. The Nightmare
2. Made For Nothing
3. Through Seven Eternities
4. Meat For The Beast
5. Nail It Shut
6. Cold Wind Of The Crossroads
7. Häxan Hammer
8. Night Parade Of 100 Demons
9. Foul
10. Werewolves At The Wall
11. Return To Zero
12. Spiritual Obliteration
Gesamtspielzeit: 37:01
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