Devildriver - strike and kill
DEVILDRIVER
Strike And Kill
(Groove Metal | NWOAHM)

 


Label: Napalm Records
Format: (LP)

Release: 10.07.2026


Eines schönen Abends in Whatsapp:

„Blub“

Michi: Hey Max, die Produktion der neuen DEVILDRIVER ist schon eigen oder?

Max: Echt? Aber ja, wo du es sagst… der Mix ist eigen.
Irgendwie ist Dez ziemlich weit im Hintergrund und recht transparent finde ich den auch nicht.
Da gehen die starken Leads und Details etwas unter.

Michi: Ganz genau! Und die Bass-Drum ist viel zu präsent!

Max: Da wäre wohl weniger mehr gewesen.
Wobei ich sagen muss, die beste seit „Pray For Villains“, auch wenn ich nach wie vor keinen echten Hit finde.

Also fix kein „Clouds Over California“!

Michi: Ja lustig, das Fafaras Ego diesen Mix abgenickt hat.

Max: Vielleicht wollte er es wuchtig und auf die Fresse.
Das hat er erreicht, aber das eigentliche, was ich an DD mag, fehlt mir manchmal.

Michi: Das Riffing bekommt man ja leider kaum mit, weil die Drum so wummert und zu viele Filler.
„Sanctified In Scars“ fetz und dann wirkt der Titeltrack echt hohl. Schade.

Max: Mich stört auch, dass man auf Nummer sicher geht und zu viele Tracks zu ähnlich klingen.
Aber ein paar Gesangsexperimente und melodischere Songs entschädigen dann doch.

Zusammengefasst, möchte ich festhalten, dass die Produktion und der Mix überaus fett aus den Boxen ballern und DEVILDRIVER ein paar der besten Songs seit 15 Jahren geschrieben haben, aber wie man aus unsererm Whatsapp Brainstorming raushört. Dez Fafara und seine Crew sind wohol zu verkopft an „Strike And Kill“ rangegangen und verzetteln sich in Wut, Wucht und Vollgasattitüde.

Dabei wären alles da, was man so braucht. „Dig Your Own Grave“ ist ein fieser Banger, der brachial nach vorne ballert, im Hintergrund unglaubliche Riffsakrobatik offenbart und Dez schafft es sogar etwas an den, noch Nu Metal lastigen Erstling zu erinnern. Tempiwechsel mit Köpfchen, geordnetes Chaos und genug Parts zum Abgehen aber auch Mitbrüllen. Doch der Soundmatsch, der leider die dumpfe Bass-Drum und die Rhythmusgitarre zu sehr betont, macht es anstrengend, diese Brillanz vollends zu erfassen.

Mit „Dead In The Water“ geht das Chaos gut weiter, technisch alles fein, doch nichts Neues im Treiben der Teufel. Blastbeats, Wut, Chaos, aber halt kein echter Akzent. Dafür lässt eben das spannende und düstere „Sanctified In Scars“ aufhorchen. Die Riffs flirren, die Stimmung ist schwer greifbar, der unglaubliche Groove setzt ein und die fiesen Sounds im Hintergrund sorgen sogar fast für Gänsehaut. Dafür weiß der Titeltrack eben nicht so ganz, was er will.

Mein Highlight ist dann „In The Moonlight“. Gedrückte Stimmung, die Gitarren bleiben zunächst clean und der cleane Sprechgesang wirkt fast als wär Dez verliebt. Danach bricht natürlich der geordnete und unglaublich prägnante Wahnsinn wieder los, bis im Refrain wieder Melodien und Amore durchschlagen. Warum nicht mehr dieser Experimente? Richtig tightes Geböller meets intensive Melodien samt Core-Vibes gibt es in „Shut The Silence On“ und „Summoning The Shadows” sorgt mit Akustik-Gitarren und Gesang aus dem Hintergrund nochmal für Aufsehen und Abwechslung.

Lange Rede, interessanter WhatsApp Chat, kurzer Sinn: DEVILDRIVER sind stark wie lange nicht, hätten aber weniger auf Nummer Sicher gehen sollen und sich um Produktionstrends einen Teufelsdreck scheren sollen. Dennoch eine brutal-starke Scheibe über die man gerne diskutieren darf.

 

Autor: Max Wollersberger (feat. Michael Wimmer)

 


Tracklist „Strike And Kill“:
1. Dig Your Own Grave
2. Dead In The Water
3. Sanctified In Scars
4. Strike And Kill
5. In The Moonlight
6. Ride Or Die
7. Headed For the Fall
8. Shut The Silence On
9. Never Coming Home
10. Summoning Shadows
11. You’re Just A Ghost
12. Oath Of Iron
13. All Bets Are Off
Gesamtspielzeit: 50:53


Band-Links:
Devildriver - strike and kill Dealing With demonsthrough the depths devildriver

 

 


 

Devildriver - strike and kill
DEVILDRIVER – Strike And Kill
LineUp:
Dez Fafara (Vocals)
Alex Lee (Guitars)
Gabe Mangold (Guitars)
Jon Miller (Bass)
Davier Ortega Perez (Drums)
7.5
Share on: