Prime Creation - Souls Of The Fallen
PRIME CREATION
Souls Of The Fallen
(Progressive Power Metal)

 


Label: ROAR
Format: (LP)

Release: 26.06.2026


Wir wollten dieses Mal gar nicht lange um den heißen Brei herumreden. Die Songs auf ‚Souls Of The Fallen‘ sind kürzer, härter und viel direkter auf den Punkt als alles, was wir bisher gemacht haben. Uns war wichtig, dass das Album den Hörer wie eine Welle überrollt.

„Souls of The Fallen“ ist der akustische Blitzkrieg aus dem Norden. Manchmal braucht Heavy Metal keine epischen Überlängen, um alles in Schutt und Asche zu legen. Genau das beweisen PRIME CREATION auf ihrem neuesten Longplayer. Die Schweden fackeln nicht lange: Sie prügeln acht erbarmungslose Tracks in ein wenig mehr als dreißig Minuten durch die Membrane und verschwinden wieder im Dunkeln. Ein musikalischer Blitzüberfall, der den Hörer so überrumpelt zurücklässt, dass man sich nach dem Erwachen aus dem Koma fragt, ob dieser akustische Beutezug überhaupt real war.

Dabei deutet anfangs kaum etwas auf diese Urgewalt hin. Das Eröffnungs-Duo „Galactic Rebirth“ und „Ghosts“ plätschert zunächst als kllassicherer, aber überraschend zahmer skandinavischer Standard-Metal aus den Boxen. Handwerklich makellos, aber eben ohne den finalen Punch, der den Hörer sofort an die Wand nagelt. Wer die Platte jetzt allerdings voreilig beiseitestellt, begeht einen fatalen Fehler. Denn was folgt, ist eine spektakuläre Kehrtwende.

Sobald der monumentale Titeltrack und die Bandhymne „Prime Creation“ aus den Speakern dröhnen, brennt die Hütte lichterloh. Hier wächst zusammen, was zusammengehört: Räudiger Power Metal paart sich mit der vertrackten Finesse des Progressive Metal. Diese beiden Abrissbirnen besitzen das absolute Potenzial, monatelang jede persönliche Playlist zu dominieren. Mit einer unfassbaren Aggressivität und purer Absicht schießen die Nummern nach vorne, offenbaren bei genauerem Hinhören aber ein extrem cleveres Songwriting. Hier regiert kein stumpfes Gekloppe, sondern purer Sturm und Drang mit maximalem Tiefgang.

Besonders stark: Sänger Esa Englund verzichtet komplett auf effekthascherische Ego-Trips. Er thront nicht über den Dingen, sondern webt seine variable Stimme majestätisch in die orchestrale Wand ein. Sein Gesang als zusätzliches Instrument, perfekt ausbalanciert. Für die ganz großen Gesten ist ohnehin die Fraktion an den Klingen zuständig. Lead Gitarrist Robin Arnell zündet im packenden Ohrwurm „Lost Legacy“ ein Solo, das einem die Kinnlade runterklappen lässt. Überhaupt präsentiert sich das Quintett als perfekt aufeinander eingeschworene Bruderschaft, bei der das Kollektiv über dem Einzelnen steht und im modernen Metal Zirkus eine echte Wohltat.

Kurz vor dem Finale setzen sie mit „Legends Never Die“ noch einen drauf. Das Ding ist eine instrumentale Machtdemonstration, veredelt durch epische Chöre. Die Rhythmus-Zelle, bestehend aus Kim Arnell an den Kesseln und Henrik Weimedal am Bass, pumpt ein mörderisches Fundament, auf dem das Gitarren Gespann Robin Arnell und Rami Tainamo ein absolut synchrones Riff-Gewitter abfackelt.

Mein persönliches Urteil: Kurz, schmerzhaft und verdammt beeindruckend. Wer diesen Vorschlaghammer ignoriert, ist selbst schuld. Dreht den Regler auf Anschlag und überzeugt euch selbst, habt viel Spaß.

Autorin: Bianca Ully


Tracklist „Souls Of The Fallen“:
1.Galactic Rebirth
2.Ghosts
3.Blood Harvest
4.Souls Of The Fallen
5.Prime Creation
6.Lost Legacy
7.Legends Never Die
8.Ashes Of Trust
Gesamtspielzeit: 36:24

 


Band-Links:

PRIME CREATION – Souls Of The Fallen PRIME CREATION – Souls Of The Fallen PRIME CREATION – Souls Of The Fallen

 

 

 


Prime Creation - Souls Of The Fallen
PRIME CREATION – Souls Of The Fallen
LineUp:
Esa Englund (Vocals)
Rami Tainamo (Guitar)
Robin Arnell - (Guitar)
Henrik Weimedal (Bass)
Kim Arnell (Drums)
7
Share on: