vision divine - a clockwork reverie
VISION DIVINE
A Clockwork Reverie
(Progressive Power Metal)

 


Label: Scarlet Records
Format: (EP)

Release: 22.05.2026


It’s not just a tribute to their legacy – it’s a bold reaffirmation of who they are today

Als ich 2004 das dritte Album der italienischen Helden aus zweiter Reihe, VISION DIVINE, zu hören bekam, blies mich die schiere Energie des flotten, hochmelodischen Progressive Power Metals sofort um. Seither ist viel passiert und trotz weiteren starken Alben sowie dem einstigen Sängerwechsel zu Fabio Lione (RHAPSODY), der die beiden ersten Alben einsang, war der große Durchbruch den Herren aus der Toskana nicht wirklich vergönnt. Nach einem weiteren Sängerwechsel zu Ian Giannini (DERDIAN) war letztes Jahr die Überraschung groß, dass Stimmgewalt Michelle Luppi, der das legendäre Album einsang, zurückkehren sollte.

Einen Nachfolger zum 2024er Werk „Blood And Angels‘ Tears“ ist zwar noch nicht in Sicht, doch man wollte die Fans wohl nicht zu lange auf die Folter spannen und präsentiert nun die umfangreiche EP „A Clockwork Reverie“. Michelle, der zwischendurch zu SECRET SPHERE – einer weiteren Perle Italiens – wechselte, bei THAUROROD aushalf, bei der Metal Oper von MARIUS DANIELSEN’s „The Legend Of Valley Doom“ mitmischte und sogar bei WHITESNAKE in die Keyboardtasten haute, ist zurück und es fühlt sich an, als wäre er nie weg gewesen.

Nach einem auf Französisch gesprochenem Intro, geht es auch gleich in die Vollen. Proggie Vorgeplänkel, technisch hochversierte Gitarrenarbeit und tighte Beats treffen auf eindringliche Keys und der gewaltigen Stimme von Michelle, der über alle thront. Der Titeltrack legt ein gutes Tempo vor, ist aber überaus dynamisch, wechselt immer wieder Stimmung und Geschwindigkeit und durch die – zeitweise etwas kreuz und quer wirkenden – Vocallines erzeugt man eine etwas hektische Atmosphäre und trotzdem geht der Track gut ins Ohr. Der VISION DIVINE wie man sie kennt und liebt. Außerdem gibt es einen schönen balladesken Part und unzählige verspielte Details sowie Solo-Ausführungen aller Art von Meastro Olaf Thörsen, der auch schon LABYRINTH zu Ruhm führte.

Etwas rockiger mit AOR Elementen ausgestattet, kommt dann „18 (It Feels Like Heaven)“ daher, geizt aber auch nicht mit grandioser Gitarrenarbeit, „Andromeda“ zieht danach aber das Tempo wieder gewaltig an und braucht sich auch vor Legenden wie SYMPHONY X in Sachen Technik nicht verstecken. Nach dieser Prog-Power Achterbahnfahrt gibt es so manch Klassiker neu aufgelegt, in bestem Soundgewand, leicht modernisiert, aber immer noch mit dem alten Charme. Fans können sich nämlich auf das intensive Klavierstück „Identities“ vom genannten 2004er Werk, „God Is Dead“ vom 2005er Nachfolger „The Perfect Machine“, sowie dem Titeltrack von „The 25th Hour“ (2007) freuen.

Die Reunions-Überraschung ist mehr als geglückt und VISION DIVINE liefern ein wunderbares Feuerwerk zwischen progressiven Glanztaten, unglaublicher Power und der nötigen Prise Gefühl, welches Fans der Band absolut begeistern wird. Alle anderen Prog Melodic Power Metal Fans, sollten aber ebenfalls fündig werden auf dieser starken EP.

Autor: Max Wollersberger


Tracklist „A Clockwork Reverie“:
1. Sator Rotas
2. A Clockwork Reverie
3. 18 (It Feels like Heaven)
4. Andromeda
5. Identities (Re-Recorded)
6. God Is Dead (Re-Recorded)
7. The 25th Hour (Re-Recorded)
Gesamtspielzeit: 34:53

 


Band-Links:

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vision divine - a clockwork reverie
VISION DIVINE – A Clockwork Reverie
LineUp:
Michelle Luppi (Vocals)
Olaf Thörsen (Guitars)
Andrea "Tower" Torricini (Bass)
Oleg Smirnoff (Keys)
Matt Peruzzi (Drums)
7.5
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