
No Redeemer Left
(Death Metal | Thrash Metal)
Label: DIY
Format: (LP)
Release: 18.04.2025
Die im steirischen Leoben gegründete Metal-Band CYROX formierte sich ursprünglich im Jahr 2014 unter dem Namen BLACK VOID, bevor sie sich 2016 offiziell in CYROX umbenannte und ihren Sound neu definierte. Die Formation vereint schnellen Thrash Metal, wuchtigen Death Metal und drückenden Groove zu einer kompromisslosen, hochenergischen Mischung, mit der sie sich rasch einen festen Platz in der österreichischen Underground-Szene erspielte. Einen wichtigen Meilenstein markiert ihr zweites Album „No Redeemer Left“, das 2025 erschien, das mit Tracks wie „Short Circuit“ auch international auf positive Resonanz stieß. Nach über einem Jahrzehnt gemeinsamer Bandgeschichte und mitreißenden Festival-Auftritten, unter anderem beim Rostfest in Eisenerz, stehen CYROX heute für ehrlichen, handgemachten und mitreißenden Metal aus Österreich.
Wer heute noch glaubt, dass geiler Extreme Metal aus edlen Hochglanz-Studios mit Fünf-Milliarden-Euro-Produktion kommen muss, kriegt von den Steirern auf „No Redeemer Left“ direkt die Kauleiste neu sortiert. CYROX scheißen auf glattgebügelten Modern-Metal-Kram und rotzen ein unbarmherziges Soundmonster auf die Weltlosigkeit los, das nur ein einziges Gesetz kennt: Vollgas ungebremst auf Fressbrett!
Schon der Opener „Short Circuit“ tritt dir ohne jede Vorwarnung unangespitzt die Zähne ein. Pfeilschnelle, schreddernde Säge-Riffs knallen im Galopp ins Gehirn, während die Drums wie eine durchgedrehte Salve ballern und die Scheibe ohne Vorspiel unter Starkstrom setzen. Wer jetzt glaubt, kurz durchatmen zu können, kriegt bei „Latent Defect“ den Rest. Die Band bremst das Tempo ein Stück ab, nur um dich stattdessen unter tonnenschwerer Last zu zerquetschen – ein drückendes Mid-Tempo-Biest mit grollendem Bass und tief hasserfülltem Gegröle, das die Nackenmuskeln drosselt.
Mit „Haunting Shadows“ peitscht die Stimmung sofort wieder in den absoluten Wahn. Flirrende Riffsalven prallen auf kesselnde Blastbeats und erzeugen eine eiskalte, dystopische Chaos-Kulisse. Doch damit nicht genug: „Wasted Lifes And Rotten Rats“ rotzt pure Punk-meets-Thrash-Attitüde ins Mikro. Ruckzuck, dreckig und mit knallendem Geprügel schlägt der Track wie eine unpolierte Breitseite aus der Tiefgarage ein. Bei „Stinklords“ rollt danach ein fetter Groove-Brocken an: tief growlendes, fies-matschiges Riffing mit kompromissloser Death Metal-Schlagseite walzt schlichtweg jeden Widerstand in den Boden.
Das Nackentraining geht nahtlos weiter, denn „Scattered“ fordert mit zerhackten Stakkato-Riffs und unruhigen Tempowechseln maximale Unberechenbarkeit. „Breaking The Chain“ zieht das Tempo wieder treibend an und feuert durchdringende Gitarrensalven ab, die sich trotz der rohen Gewalt mit fesselnder Dynamik ins Gehirn brennen. Aus einem bedrohlichen Bass-Sumpf schält sich anschließend „Red Halo“ heraus, bevor das Schlagzeug wie eine Abrissbirne hineingrätscht und die Bude zerlegt.
Zur absoluten Nackenbrecher-Garantie mutiert „Protect And Destroy“ durch rücksichtslose Doublebass-Kaskaden, bevor der über achtminütige Final-Gnadenstoß „Beyond Control“ mit kreischenden, growlenden Soli und krachendem Schlagwerk ein rauchendes Trümmerfeld hinterlässt. Für Kenner der Band hat der Letzte Song des Albums ein kleine Überraschung versteckt, da man, wenn auf die Lyrics geschaut wird, erkennt, dass das Albumfinale von „No Redeemer Left“ eine direkte Referenz an das Erstlings Werk der Band ist, welches den gleichen Namen trägt wie das Albumfinale.
„No Redeemer Left“ ist ungeglätteter, schweißgetränkter und dreckiger Prügelsound zwischen Thrash und Death Metal. CYROX beweisen mit purem Herzblut, dass handgemachter Extrem-Sound aus Österreich live wie auf Platte vor allem eins ist: ein absolutes Abrisskommando mit Garantie für Schleudertrauma!
Autorin: Bianca Ully
Tracklist „No Redeemer Left“:
1.Short Circuit
2.Latent Defect
3.Haunting Shadows
4.Wasted Lifes And Rotten Rats
5.Stinklords
6.Scattered
7.Breaking The Chain
8.Red Halo
9.Protect And Destroy
10.Beyond Control
Gesamtspielzeit: 37:40
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