
THE MEFFS, ein Punk-Duo aus Essex (UK), bringen am 11. September ihr zweites Album „Business“ heraus. Ja, sie sagen: Im Endeffekt dreht sich auf der Welt alles ums Business. Das Business selbst, die Arbeit, Krieg, Politik und Gesundheit. Das Business ist aggressiv, dreckig und auch verletzlich – und wir kommen nicht drum herum. Da steckt wohl ein Fünkchen Wahrheit drin.
THE MEFFS haben in den letzten Jahren die Sex Pistols und die Undertones als Support-Band unterstützt und auch auf dem Download Festival gespielt. Lily Hopkins steht an der Gitarre und am Gesang, gemeinsam mit ihrem Drummer Lewis. Zusammen haben sie 11 Songs, die größtenteils politisch geladen sind, in sehr direkter und harter Weise zum Ausdruck gebracht. Im Ganzen erinnert der Sound ein bisschen an das andere Rock-Duo ROYAL BLOOD Aber ja klar, irgendwie muss man sich ja über die Zweierbesetzung hinwegretten.
Los geht’s mit „Dreamin'“. Ein ordentlicher Drumbeat legt los, mit viel Einsatz an den Toms. Die Gitarren sind mit extrem viel Gain aufgedreht und auch die Vocals haben reichlich Gain drauf. Es ist also alles sehr, sehr verzerrt und klingt dadurch ziemlich aggressiv – aber genau so soll es ja auch sein. Mit einer Minute und drei Sekunden ist es ein kurzer, bündiger Einstieg.
In „What A Nightmare“, geht es im selben Ton weiter: aggressive Vocals mit deutlich britischem Touch. Der Song baut durchgehend Spannung auf, ist cool und macht live sicher viel Spaß.
Song Nummer Vier ist der Titeltrack „Business“: sehr cooler Sprechgesang, aber kein klassischer Rap. Das Ganze verpackt in genialem UK-Essex-Dialekt und Slang – das hat einfach was! Ein sehr aggressiver Sound, der klare Favorit auf dem Album und eine deutliche Ansage an die Musikindustrie. Was hier herausragt, ist die Zeile: „Not hard enough, not soft enough, not queer enough.“ Auch das muss man sich erst einmal trauen zu sagen – was für eine Ansage!
Ja, und was kommt nach dem Business? Song Nummer Fünf: Das Gesetz – „Law“. Wieder fette Gitarrenriffs zum Auftakt, ein sehr cooler Groove, und ab hier nimmt das Album richtig Fahrt auf.Erinnert mit diesen UK-Vibes fast an THE PRODIGY. Viele Drum-and-Bass-Einflüsse und sogar PRENDULUM – mich persönlich erinnert das Lied an „Mutiny“ von genannter Truppe.
Der Rest des Albums geht in ziemlich gleicher Manier weiter: Immer harter Rock, fette Riffs, Hard-Rock-Vibes, manchmal sogar Metal-Vibes – je nachdem, wie die Drums gerade drauf sind. Viel Aggression, geht live sicher gut ab. Mir persönlich fehlt es am Ende aber etwas an Melodie. Gute Rhythmen, aggressiver Gesang, aber die Melodie kommt ein bisschen zu kurz.
Alles in allem jedoch extrem stark für ein Duo! Live ist das sicher sehr cool anzuhören und anzuschauen – ein Konzertbesuch macht bestimmt jede Menge Spaß.
Tracklist „Business“:
1. Dremin’
2. What A Nightmare
3. Where Did All Go Wrong
4. Business
5. Law
6. Fight
7. Disorder (Wake Up)
8. Love To Lose
9. So Modern (Keep Up)
10. Go Complex
11. Like Gravity
Gesamtspielzeit: 23:50
