SUICIDAL ANGELS - Divide And Conquer
SUICIDAL ANGELS
Divide And Conquer
(Thrash Metal)

 


Label: NoiseArt Records
Format: (LP)

Release: 2014


Nach zuletzt zwei sehr starken Alben war die Erwartungshaltung natürlich sehr groß ob „Divide And Conquer“ von den SUICIDAL ANGELS da mithalten kann, oder sogar noch ein Schäufelchen nachlegen kann, vor allem da man das Album mit neuem Gitarristen und Bassisten einspielte. Mithalten kann „Divide And Conquer“ auf alle Fälle, aber so wirklich zulegen konnte man damit nicht. Der Neue an der Gitarre hat sich zwar perfekt eingebracht und bietet der Musik mit seinem Spiel eine Menge neuer Facetten aber vom Songwriting her stagniert man dann leider doch etwas.

Der allgegewärtige SLAYER-Einfluss ist zwar etwas weniger geworden, dafür finden nun Elemente anderer Bands Eingang in die Musik der Griechen, wie etwa der latente MEGADETH-Touch bei „Seed Of Evil“, welches ebenso wie „Control The Twisted Mind“ und „White Wizard“ durch überlange Spielzeit etwas aus dem Rahmen fällt. Bei Letztgenannten entfernt man sich sogar vom typischen Westküsten-Thrash. Wer sich noch an die Boston Thrasher WARGASM erinnert, wird in den achteinhalb Minuten so einige Anleihen an diese entdecken.

Natürlich fehlen die typischen SUICIDAL ANGELS-Trademarks keineswegs und so sind Songs wie „Marching Over Blood“, der Titeltrack und „Lost Dignity“ eigentlich genau das, was man sich vom neuen Album erwartet hat. Auch „In The Grave“, „Terror Is My Scream“ und „Kneel To The Gun“ wissen ansatzweise zu überzeugen, fallen aber im Vergleich zu den starken Songs der letzten beiden Alben etwas ab.

All diese Kritikpunkte zum neuen Album sind aber auf jeden Fall Jammern auf höchstem Niveau, denn selbst wenn man die Klasse der Vorgänger nicht erreichen konnte und sich auch nicht wirklich weiterentwickelt hat, agiert man weiterhin auf einem sehr hohem Level und ist vielen Kollegen aus dem Genre meilenweit voraus. Das technische Können, um nicht zu sagen die technische Perfektion, kann man der Band ebensowenig absprechen wie die Qualität der Songs. Hier wird immer noch allerfeinster Thrash geboten, nur leider hab ich mir halt etwas mehr erwartet. Aber immerhin lässt das Album nun etwas Luft nach oben und so wird die Erwartungshaltung für das nächste Album nicht ganz so groß sein und man kann gespannt sein, wie sich die Griechen weiterentwickeln.

Für Fans der Band ist „Divide And Conquer“ eh fast sowas wie ein Pflichtkauf und der geneigte Thrasher kann problemlos mal ein Ohr riskieren und sich das Werk zu Gemüte führen. Enttäuscht wird er sicher nicht.

 


Tracklist „Divide And Conquer“:
1. Marching Over Blood
2. Seed Of Evil
3. Divide And Conquer
4. Control The Twisted Mind
5. In The Grave
6. Terror Is My Scream
7. Pit Of Snakes
8. Kneel To The Gun
9. Lost Dignity
10. White Wizard
Gesamtspielzeit: 49:47

 


Band-Links:

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SUICIDAL ANGELS – Divide And Conquer
7.5
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