ME AND THAT MAN - New Man, New Songs, Same Shit Vol. 2
ME AND THAT MAN
New Man, New Songs, Same Shit Vol. 2
(Darkrock | Country)

 


Label: Napalm Records
Format: (LP)

Release: 19.11.2021

Wenn diese Seuchenzeit etwas Gutes hat, dann das zahlreiche Musiker*innen deutlich mehr Zeit haben um am musikalischen Output zu feilen, und so beglückt uns Adam Darski, besser bekannt als Nergal von BEHEMOTH mit dem zweiten ME AND THAT MAN Album innerhalb von gut eineinhalb Jahren.

„New Man, New Songs, Same Shit Vol.2” ist das inzwischen dritte Album des Soloprojekts des polarisierenden Frontmanns, der polnischen Metal-Institution. Und schon wie auf „New Man, New Songs, Same Shit Vol.1“, versammelt Nergal auch auf der zweiten Ausgabe seines Projekts, das unter der Eigenbezeichnung Darkrock firmiert und Einflüsse von Country, Americana, sowie Folk und Blues gekonnt vermengt, wieder eine mehr als illustre Runde an Gästen.

So geben sich auf dem Album unter anderem Gary Holt (EXODUS, SLAYER), Randy Blythe (LAMB OF GOD), Amalie Bruun (MYRKUR), Devin Townsend (STRAPPING YOUNG LAD), Ralf Gyllenhammar (MUSTASCH), ein letztes Mal Hank von Hell (TURBONEGRO), Olve Abbath Eikemo (ABBATH, IMMORTAL), Kristoffer Rygg (ULVER), Michale Graves (MISFITS), Chris Georgiadis (TURBOWOLF), Jeff Mantas Dunn (VENOM, VENOM INC.), Alissa White-Gluz (ARCH ENEMY) Blaze Bayley (IRON MAIDEN), oder auch Anders Odden (SATYRICON) die Klinke in die Hand.

Und schon der Opener „Black Hearse Cadillac“ ist inzwischen ein trauriges Mahnmal für den gerade erst verstorbenen legendären TURBONEGRO Sänger Hank Van Helvete, der in den letzten Jahren als HANK VON HELL wieder vermehrt Musik machte, und nun ist hier eines seiner letzten musikalischen Vermächtnisse zu hören, das gerade aufgrund der tragischen Realität bei jeder Textzeile für Gänsehaut sorgt. Den im Hals verbleibenden Klos vermag aber das darauffolgende „Under The Spell“ schnell vergessen lassen.

Persönliches Highlight ist wohl „Losing My Blues”, das nicht nur mit einer groovigen Bassline eröffnet, sondern mit Olve Abbath am zweiten Mikro an eine verschollene MOTÖRHEAD Nummer gemahnt und Lemmy Kilmister wohl aus dem Rock Himmel anerkennend mit einem Whiskey-Cola den beiden Herren mit einem zufriedenen Grinser zu prostet. Danach darf dann auch der Fronter von MUSTACH Ralf Gyllenhammar „Coldest Day In Hell“ mit seiner markante Stimme den Stempel aufdrücken, bevor LAMB OF GOD Brüllwürfel Randy Blythe auf „Silver Halide Echoes“ auch ganz andere Seiten zeigt und ihm Americana offensichtlich auch gut zur Stimme steht. Das von MYRKUR veredelte „Angel Of Light“ gerät zu einer traurigen Folkrock Nummer, die wohl auch aus der Feder von CHELSEA WOLFE oder EMMA RUTH RUNDLE stammen könnte und rundet dieses mehr als gelungene Werk ab.

Nergal beweist als ME AND THAT MAN auch auf“ New Man, New Songs, Same Shit Vol.2” weiterhin, dass er nicht nur ein gehöriges Gespür für Songwriting hat, sondern auch in der Zusammenstellung der Gästeliste und hat all diesen den passenden Song auf den Leib geschneidert.

 


Tracklist “New Man, New Songs, Same Shit Vol. 2”:
1. Black Hearse Cadillac (feat. Hank Von Hell, Anders Odden)
2. Under The Spell (feat. Mary Goore)
3. All Hope Has Gone (feat. Blaze Bayley)
4. Witches Don’t Fall In Love (feat. Kristoffer Rygg)
5. Losing My Blues (feat. Olve Abbath Eikemo)
6. Coldest Day In Hell (feat Ralf Gyllenhammar)
7. Year Of The Snake (feat. David Vincent)
8. Blues & Cocaine (feat. Michael Graves)
9. Silver Halide Echoes (feat. Randy Blythe)
10. Goodbye (feat. Alissa White-Gluz, Devin Townsend)
11. Angel Of Light (feat. Myrkur)
12. Got Your Tongue (feat. Chris Georgiadis)
Gesamtspielzeit: 52:35


www.meandthatman.com

 

ME AND THAT MAN - New Man, New Songs, Same Shit Vol. 2
ME AND THAT MAN – New Man, New Songs, Same Shit Vol. 2
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