VISIONS OF ATLANTIS - Pirates
VISIONS OF ATLANTIS
Pirates
(Symphonic Metal)

 


Label: Napalm Records
Format: (LP)

Release: 13.05.2022


In 22 Jahren (oder auch 27, wenn man die Zeit als VIPERA ASPIS mitrechnet) haben VISIONS OF ATLANTIS so manches erlebt, blieben sich aber trotz zahlreicher Besetzungswechsel und Rückschläge treu und erhöhten von Jahr zu Jahr ihren Bekanntheitsgrad. Das österreichische Gespann mit gesanglicher Unterstützung aus Frankreich und mittlerweile auch Italien war ja dem Namen nach und auch von den Artworks her stets nah am Wasser gebaut, also war es nur eine Frage der Zeit bis die Symphonic Metaller nun mit „Pirates“ selbst als Freibeuter in See stechen.

VoA setzen hier alles auf eine Karte und bieten einen bunten Strauß an Symphonic- und Power Metal Tracks, die sich auch gerne mal von anderen Combos inspirieren lassen. Natürlich sind da NIGHTWISH („Melancholy Angel“) schnell die erste Haltestelle bzw. der erste Hafen, aber auch überraschender Richtungen schlägt man ein, und so gibt es auch auch einen Schuss POWERWOLF („Legion Of The Seas“) und generell viel Orchester aus dem Computer sowie Chöre zu hören. Aber auch SERENITY kommen immer wieder mal ins Spiel, aber nicht nur weil Michele „Meek“ Guaitoli (KALEDON, TEMPERANCE, OVERTURES) immer wieder mal an Georg Neuhauser erinnert, sofern er nicht gerade den Marko Hietala Tonfall versucht, denn auch musikalisch gehen einige Chöre und Melodien in Richtung der Kollegen aus Tirol. So auch bei der gelungenen Ballade „Freedom“.

Aber nicht falsch verstehen, Clementine Delauney und ihre Mannschafft lassen sich zwar gern inspirieren, bieten aber stets ihren eigenen Vibe, oftmals maritimes Flair und eine geschmackvolle Portion Folk. Dazu kommt aber auch, dass man sehr oft an der sehr schmalen Grenze zum Kitsch wandelt, denn die Tracks sind von den Mitsing-Refrains und Melodien her oftmals auch gut radiotauglich oder dezent verwässert („Clocks“) . Im Gegensatz dazu zeigt man aber mit gekonntem Songstrukturen, dass ein Track nicht in drei Minuten zum Ohrwurm mutieren muss („Master The Hurricane“).

Hervorzuheben ist ebenso die Stimmvielfalt beider Fronter, aber auch die Harmonie zwischen Clemy und Meek, die hier alles aus ihren Stimmbändern rausholen. Von opernhaften Gesängen der Dame, über Power Metal Vocals von beiden bis hin zu aggressiveren Parts vom Italiener, ist eigentlich alles vertreten. Außerdem gibt es bei „I Will Be Gone“ noch einen Gastbeitrag von Dudelsack-und-Flöten-Mann Ben Metzer aka Prinz R. Hodenherz III (FEUERSCHWANZ). An Abwechslung und Ideenreichtum mangelt es also nicht, auch wenn VoA hier definitiv das Rad nicht neu erfinden.

Die Band sieht „Pirates“ mit seinem Vorgänger „Wanderers“ als sowas wie einen Neustart an, da man bereits 2017 einige Mitglieder austauschen musste und man hier nun mit neuer alter Frische zu Werke geht. Für Fans des Symphonic Metal ist das achte Werk der Symphonic Metaller auf jeden Fall einen Versuch wert, da hier eigentlich für jeden etwas dabei sein sollte.

 


Tracklist “Pirates”:
1. Pirates Will Return
2. Melancholy Angel
3. Master The Hurricane
4. Clocks
5. Freedom
6. Legion Of The Seas
7. Wild Elysium
8. Darkness Inside
9. In My World
10. Mercy
11. Heal The Scars
12. I Will Be Gone
Gesamtspielzeit: 58:00

 


www.visionsofatlantis.at
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VISIONS OF ATLANTIS - Video zur neuen Single
VISIONS OF ATLANTIS – Pirates
LineUp:
Clémentine Delauney (Vocals)
Michele "Meek" Guaitoli (Vocals)
Christian Douscha (Guitars)
Herbert Glos (Bass)
Thomas Caser (Drums)
Guests:
Prinz R. Hodenherz III (Flute, Bagpipes)
7.5
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