HAMMER KING - Kingdemonium
HAMMER KING
Kingdemonium
(Power Metal)

 


Label: Napalm Records
Format: (LP)

Release: 19.08.2022


Der König der Hämmer hat sich bei mir erst mit dem vorliegenden, bereits fünften Output vorgestellt. Darum kann ich mir keine Sorgen machen, dass in den Titeln kein Hammer vorkommt. Zumindestens das Wort „King“ wird viermal in den Songtiteln erwähnt. Auch kann ich jetzt nicht wirklich auf die alten Werke eingehen, da ich sie bis dato nicht gehört, habe. Nichtsdestotrotz glaub ich aber, das Album nach einigen Durchläufen beurteilen zu können und gleich vorweg möchte ich ans Label die Frage stellen: Wo verstecken sich die 100% Heavy Power Metal im Namen des allmächtigen HAMMER KING?

Gut, es werden tatsächlich zehn Tracks im Stile von Power Metal feilgehalten, aber irgendwie kommt es mir vor, dass der König nach einer durchzechten Nacht am nächsten Tag zum Aufbruch in die nächste Schlacht, seinen Streithammer entweder mit dem Gummihammer oder dem Schnitzelklopfer verwechselt hat. Kein Song bietet irgendwie wirklich fetten Metal a la HAMMERFALL, MAJESTY und schon gar nicht MANOWAR. Obwohl ROSS THE BOSS im Track „Guardians Of The Realm“ zu hören ist, ist auch dieser Song gerade mal guter Durchschnitt. Der Gesang von Titan Fox, der uns bekannt ist als Ex-ROSS THE BOSS Sänger, wirkt zurückhaltend und lustlos.

Die einschlägigen Gesangspassagen, damit auch wirklich jeder mitgröhlen kann und die eigentlich bei den „trven“ Power Metallern so verpönt sind, sind Dauergast auf diesem Album. Trotzdem wird der Refrain von „Live Long, Die Nasty“ nicht wie vom Label angekündigt, die Stadien als neue Mitgröhlhymne im Sturm erobern und das langweilige, immer wiederkehrende „King of Fire“ aus „The 7th of the 7 Kings“ wird mich noch lange im Schlaf verfolgen. Da hat der Refrain von „Pariah Is My Name“ meilenweit die Nase vorn, um mitgesungen zu werden.

Mir fehlen einfach der richtige Kick und die Durchschlagkraft eines gewaltigen Hammers, damit diese Scheibe mehr als nur guter Durchschnitt in der Welt des Power Metals bietet. Und das hat „KINGDEMONIUM“ leider so gar nicht für mich auf Lager. Vielleicht hätte man sich seit der letzten Veröffentlichung, mehr als nur ein gutes Jahr für ein neues Album Zeit nehmen sollen.


Tracklist „Kingdemonium“:
1. Invisible King
2. Pariah Is my Name
3. We Shall Rise
4. Live Long, Die Nasty
5. The 7th of the 7 Kings
6. Kingdemonium
7. Other Kingdoms Fall
8. The Four Horsemen
9. Guardians of the Realm
10. Age of Urizen
Gesamtspielzeit: 57:13

 


Band-Links:

HAMMER KING - KingdemoniumKingdemonium

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HAMMER KING – Kingdemonium
LineUp:
Titan Fox V - Vocals/Guitar
Gino Wilde - Guitar
Günt von Schratenau - Bass
Dolph Aidan Macallan - Drums
Gastmusiker:
Ross The Boss
6
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