
Ascheregen
(Melodic Death | Viking Metal)
Label: Trollzorn Records
Format: (LP)
Release: 29.01.2026
Seit beinahe 30 Jahren sind OBSCURITY ein fester Bestandteil der Pagan/Viking Szene und lieferten stets mitreißende Auftritte ab. Es wurden auch immer wieder Alben veröffentlicht, in denen sich die Truppe meist sehr kämpferisch und streitbar präsentierte, und nun gibt es etwas Neues in der Gestalt von „Ascheregen“ das via Trollzorn Records erscheint.
Auf kurzes klangvolles Gitarrenspiel folgen gleich einmal knallharte Töne, bei denen vor allem die hämmernden Drums und die aggressiven Vocals hervorstechen. Allerdings gibt es ein kurzes melodisches Zwischenspiel, das jedoch nur bedingt für Auflockerung sorgt, da sich beim Gesang nur wenig ändert. Bei „Flammentaufe“ verhält es sich ähnlich, dennoch enthält es einige langsamere Gitarrenparts. Etwas Tempo herausgenommen wird bei „Schwur“, das äußerst eindringliche Lyrics enthält. Diese sind bei den meisten Tracks sehr ausdrucksstark, und so werden OBSCURITY ihrem Ruf als Geschichtenerzähler der härteren Gangart gerecht. Auf das etwas langsamere „Dreifaltigkeit“ folgt der Titeltrack „Ascheregen“, ein sehr eindringlicher Titel und ein guter Anspieltipp für alle, die die Truppe noch nicht kennen. Dem Titel entsprechend ist „Ketzerjagd“ eine äußerst rasante Angelegenheit, aber bei „Läuterung“ wird mehr Wert auf Rhythmus gelegt und so eignet sich dieser Track perfekt zum Mitbangen. Die nachfolgenden Songs sind äußerst druckvoll und von ähnlicher Machart, allerdings hat man sich für „Rúnar Víg“ Unterstützung in der Person von Erik Grawsiö von MÅNEGARM geholt, und so gibt es von den Vocals her sehr viel Abwechslung. Den Abschluss bildet „Dystopie Und Schwanengesang“ bei dem erneut die temporeiche Gangart eingeschlagen wird, und das damit ein gelungenes Finale darstellt.
OBSCURITY gehen auch bei „Ascheregen“ den bisherigen musikalischen Weg weiter. Neben stets eindringlichen Vocals bekommt man meist äußerst druckvolle Musik zu hören, die jedoch immer wieder durch melodische Parts aufgelockert wird, sodass nie Monotonie aufkommt. Dennoch sind OBSCURITY beeindruckender wenn sie auf der Bühne stehen, und ich freue mich schon sehr darauf, die Recken aus dem Bergisch-Land im Mai wiederzusehen.
Tracklist „Ascheregen“:
1. Initium Dekadentiae
2. Flammentaufe
3. Schwur
4. Blutgebet
5. Dreifaltigkeit
6. Ascheregen
7. Ketzerjagd
8. Läuterung
9. Bekehrung
10. Runenwinter
11. Rúnar Víg (feat. Erik Grawsiö von MÅNEGARM)
12. Dystopie Und Schwanengesang
Gesamtspielzeit: 50:10
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