PANOPTICON – Det Hjemsøkte Hjertet
PANOPTICON
Det Hjemsøkte Hjertet
(Atmospheric Black Metal)

 


Label: Nordvis Productions
Format: (LP)

Release: 08.05.2026


Mit „Det Hjemsøkte Hjertet“ führt Multiinstrumentalist Austin Lunn seine „Laurentian Trilogy“ opulent zum Ende. Jedes der drei inkludierten Alben ist für sich thematisch anders ausgerichtet, hat aber den erfüllenden, atmosphärischen Klang zwischen opulentem Black Metal und Folk/Americana Einschüben gemeinsam.

„…And Again Into The Light“ befasste sich inhaltlich stark mit den inneren gesundheitlichen und mentalen Kämpfen des Austin Lunn, während sich „The Rime Of Memory“, seinen gesellschaftskritischen Ansichten folgend, mit der Klimakrise und ihren unvermeidbaren Folgen für die Welt und Menschheit auseinandersetzte.

„Det Hjemsøkte Hjertet“ als Abschluss dieses schlichtweg grandiosen Zyklus, befasst sich mit der Endlichkeit des Lebens und dem Überlegen, dass wir alle nur die Summe all unserer gelebten und erlebten Erinnerungen und Erfahrungen sind. Und all das bettet Lunn unnachahmlich ein in die vertonte Schönheit und Rauheit der Natur. Einer Landschaft in seiner Heimat Minnesota, die voller Pracht und Wunder ist, aber hinter dieser Fassade tödlich und unerbittlich. Denn auch das kann Black Metal sein.

Im Zuge der Trilogie wird die orchestrale Komponente stärker und stärker. Lunns enger Freund Charlie Anderson an der Violine, Vioala und dem Cello, bereichert den Klangkosmos nun auf „Det Hjemsøkte Hjertet“ wie nie zuvor. Die flirrenden Tremoloriffs und Blastbeats treten in den Hintergrund und geben Andersons Darbietung Platz, die jegliche Atmosphäre bis ins unendliche verdichtet und Emotionen spürbar macht, mit Gänsehaut und sich aufstellenden Nackenhaaren.

Die Verbindung von träumerischen wunderschönen folkigen Momenten, teils sogar postig wabernd und hypnotisch, die sich in sich aufbauen und steigern, bis sie in rasenden Black Metal Orgien ausbrechen, kann kaum jemand so eindrucksvoll erschaffen wie PANOPTICON. „Woodland Caribou“ und „Ghost Eyes In The Fire Light“ rahmen das Album dahingehend perfekt ein. Sie sind musikalisch wie eine erlebte Wanderung durch die vereiste Landschaft Minnesotas. Man startet voller Elan und gedankenversunken los, bis einen der Eissturm mit voller Wucht trifft. Die Orientierung geht verloren und Panik kommt auf, bis man plötzlich das Auge des Sturm erreicht und darin eine wunderschöne Schlucht vor sich sieht. Erhaben zeigt sich die Natur von ihrer besten Seite, bis man in der Ferne sieht, wie der Mensch langsam und unaufhaltsam alles einreißt und vergiftet.

„The Great Silence, Extinct“, „The White Cedars” und „A Culture Of Wilderness“ auf der anderen Seite zeigen eindrucksvoll, dass PANOPTICON nicht nur eine folkige naturverbundene Truppe sind, sondern auch einer der eindrucksvollsten Black Metal Acts unserer Zeit. Blastbeat und Tremolo Kälte vor eindrucksvollen Melodien und intensives Growling suchen in der Szene an Qualität ihresgleichen.

„Blood And Fur Upon The Melting Snow” galoppiert grandios vorneweg, eingebettet in symphonische Hintergrundklänge bevor sich Leadriffs einmischen. Die Atmosphäre ist gekonnt cineastisch orchestriert, opulent und einnehmend. Die Stimmung lenkt sich in eine Post Metal Landschaft und der cleane Gesang Andy Klokow wiegt in falscher Sicherheit. Austin Lunn lässt die Schönheit vom Blastbeat geradewegs pulverisieren und chorale Gesänge im Hintergrund machen den Schneesturm noch unheilvoller.

Austin Lunn zeigt auf „Det Hjemsøkte Hjertet“ eindrucksvoll, dass er nicht nur musikalisch auf der Höhe der Zeit ist, sondern dass er mit PANOPTICON modernen Black Metal prägt und miterfindet wie kaum ein anderer.

 

Autor*in: Michael Wimmer


Tracklist „Det Hjemsøkte Hjertet“:
1. Woodland Caribou
2. The Great Silence, Extinct
3. Blood And Fur Upon The Melting Snow
4. The White Cedars
5. A Culture Of Wilderness
6. Lyset
7. Ghost Eyes In The Fire Light
Gesamtspielzeit: 1:06:25

 


Band-Links:

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Panopticon - det Hjemsokte Hjertet
PANOPTICON – Det Hjemsøkte Hjertet
LineUp:
Austin Lunn (Everything)
Gäste:
Charlie Anderson (Violine, Viola, Cello, Vocals)
Alex CF (Vocals)
Aaron Charles (Vocals – FALLS OF RAUROS)
Andy Klockow (Vocals)
Jan Even Åsli (Vocals)
Jan Van Berlekom (Vocals - UPRISING)
Jordan Day (Vocals)
8.5
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