
Back To Primal Sludge
(Death Metal)
Label: Testimony Records
Format: (LP)
Release: 09.10.2026
Mit “Back To Primal Sludge” blasen LEPER COLONY zum dritten Mal zur Attacke und liefern ein schwedisches Death Metal Album allererster Güteklasse ab. Bereits der Vorgänger „Those Of The Morbid“ katapultierte die Gruppe an die Spitze der unzähligen Projekte des Tausendsassas Rogga Johansson.
„Madness Is A Kingdom“ sprinted in D-Zug Manier aus den Startlöchern. Rogga lässt seine typischen groovigen Melodien sprechen und Marc Grewe zerlegt stimmlich so ziemlich alles, was dieses Jahr an Death Metal veröffentlicht wurde. Seine Performance ist wahrlich intensiv und unglaublich wandlungsfähig. LEPER COLONY und ASINHELL haben der MORGOTH Legende gefühlt komplett neues Leben eingehaucht. „These Blades“ wummert dann mit Hardcore Anleihen aus den Boxen. Das Riffing ist schnell und punkig, während Grewe wie ein junger Mann röhrt und shoutet, dass es nur so eine Freude ist. Die Drums machen Wind und der Crust Vibe ist wirklich erfrischend für ein Rogga Johansson Projekt.
„Dead Soul Consortium“ attackiert mit voller Doublebass Schlagseite und dreht sich grandios in die Groove Metal Seite. Das Riffing kommt rockig daher bis im Verse schwedischer Oldschool Death Metal übernimmt. Dadurch, dass sich der Refrain aber wunderbar öffnet, ist es vor allem unersättlicher Groove, der vorherrscht. „Thrown To The Pigs“, „Back to Primal Sludge“ oder „Flesh Grater“ wissen mit typischen Johansson Riffs zu überzeugen. Der Mann hat definitiv ein Ohr für catchy Melodien und gemeinsam mit Grewes Vocals kommt insgesamt der Härtefaktor nie zu kurz, während Rudin an den Drums alles wie ein funktionierendes Uhrwerk zusammenhält.
„Seelenjäger“ nimmt sich nur dem ersten Anschein nach als ein weiteres Oldschool Stück aus. Das Riffing baut sich aber cool immer weiter auf und bedeckt zum Ende hin was alles, intensiv und bedrohlich. Durch dieses Soundneben brüllt Grewe immer wieder „Seelenjäger“ und verstärkt so das beklemmende Gefühl.
„Harness The Undead“ und „Beneath The Fat And Gristle“ beschließen nach einer knappen halben Stunde das Death Metal Feuerwerk in typischer Oldschool Manier. LEPER COLONY stehen für das ein, was ihnen offensichtlich am meisten Freude macht. Grooviger, melodischer aber nicht minder harter Metal skandinavischer Art, der aber vor allem durch Grewes sensationeller Leistung mehrere Stufen angehoben wird. Definitiv eines der besten Death Alben des bisherigen Jahres.
Autor: Michael Wimmer
Tracklist „Back To Primal Sludge“:
1. Madness Is A Kingdom
2. These Blades
3. Dead Soul Consortium
4. Thrown To The Pigs
5. Back to Primal Sludge
6. Flesh Grater
7. Seelenjäger
8. Harness The Undead
9. Beneath The Fat And Gristle
Gesamtspielzeit: 31:37
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