SLAUGTHERDAY – Dread Emperor
SLAUGTHERDAY
Dread Emperor
(Death Metal)

 


Label: Testimony Records
Format: (LP)

Release: 13.02.2026


Die Ostfriesen von SLAUGHTERDAY sind gefühlt der ewige Koloss der deutschen Death Metal Untergrundszene. Seit ihrem Debüt 2013 folgten in stetem Rhythmus hochwertige Alben, doch der Sprung aus dem Schatten wollte nicht gelingen. „Dread Emperor“ ist nun Streich Nummer Sechs und führt die Erfolgsformel des Duos aus dem hohen Norden konsequent weiter.

Die Band steht für von H.P. Lovecraft inspirierten Death Metal traditioneller Schule. Melodische Gitarren und vom Rhythmus getragenen Atmosphäre werden von einer tief gutturalen Stimme erschüttert. Das Ganze ist toll produziert und mit absoluter technischer Finesse energisch eingeprügelt, da gibt es nichts zu kritisieren. Und trotzdem will der Funke auf gesamter Albumlänge nicht komplett überspringen. Zu oft fühlt man sich dann doch im Riffing an bereits gehörtes erinnert und immer wieder wünscht man sich doch etwas mehr Abwechslung in den Vocals.

Nach dem kurzen Intro legt „Obliteration Crusade“ wie erwartet los. Der Vibe ist Oldschool wie nur was, es groovt gewaltig und von vorneweg wird klar, dass von SLAUGHTERDAY keine Versuche oder innovative Schübe zu erwarten sind.

Das folgende Trio aus „Rapture Of Rot”, „Astral Carnage” und „Subconscious Pandemonium” legt die Latte dann tatsächlich recht hoch. Die Songs unterscheiden sich, sind aber allesamt auf höchstem Niveau und lassen auf großes hoffen. „Rapture Of Rot“ kommt unerwartet doomig daher. Zähe und schwere Riffs bauen sich langsam, aber stetig auf. Der Song galoppiert dann davon und die Deutschen Veteranen spielen gekonnt mit Stimmungen und Tempowechseln.

„Astral Carnage“ erinnert mit zackigem rockigem Riff an schwedischen Death n‘ Roll während „Subconscious Pandemonium“ im Refrain mit großartiger Melodie besticht. Der Song hat für Death Metal Verhältnisse fast sogartige Wirkung. Wie sich das Solo in den Song integriert, ist schon wirklich große Meisterklasse und stellt das Gesamterlebnis vor die zur Schaustellung individueller Fähigkeiten.

Irgendwie scheint das Album dann aber etwas abzusacken. Der Titelsong weiß auch wieder mit doomigem Vibe zu gefallen, ist aber im Ganzen irgendwie langatmig wirkt uninspiriert.

Ist „The Forsaken Ones“ eine Hinwendung zum amerikanischen Death Metal mit klarer AUTOPSY Kante, sind es die beiden folgenden „Necrocide“ und „Dethroned“, die es leider nicht schaffen die Stimmung nochmals nach oben zu tragen. Wieder ist es eine gefühlte Redundanz, die es schwer macht, dabei zu bleiben und es fehlt gefühlt an Höhepunkten.

Trotzdem ist „Dread Emperor“ ein tollen Oldschool Death Metal Album von echten deutschen Szene Urgesteinen. Man merkt ihnen die Freude deutlich an und Fans der einfachen traditionellen Klänge können bedenkenlos immer wieder auf „Play“ drücken.

Autor*in: Michael Wimmer


Tracklist „Dread Emperor“:
1. Enthroned
2. Obliteration Crusade
3. Rapture Of Rot
4. Astral Carnage
5. Subconscious Pandemonium
6. Dread Emperor
7. The Forsaken Ones
8. Necrocide
9. Dethroned
10. Golem
Gesamtspielzeit: 39:45

 


Band-Links:

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SLAUGTHERDAY – Dread Emperor
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LineUp:
Jens Finger (Guitars, Bass)
Bernd Reiners (Vocals, Drums)
7.5
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