Wir wissen wo unsere roots liegen


Kürzlich veröffentlichten die Gothic-Urgesteine CREMATORY ihr neuestes Werk mit dem Titel „Infinity“ und überraschten sowohl mit nie dagewesener Härte, als auch mit dem Rückgang zu den Wurzeln. Warum dies alles geschah erzählt euch Drummer und Bandkopf Markus in diesem Interview.


Matze ist ein alter Thrasher…Markus


Hallo Markus, was passiert gerade bei CREMATORY?

Das neue „Infinity“ Album läuft hervorragend und wir sind sehr zufrieden. Wir sind gerade am Buchen von Festivals, die wir dieses Jahr spielen werden und ab April geht´s dann mit den ersten Konzerten los.

Euer neues Album „Infinity“ ist schon einige Zeit erhältlich. Wahrscheinlich hast du schon erste Zahlen. Wie kommt es an?

Super, denn ich glaube, dass wir zur richtigen Zeit genau die richtige Musik für unsere Fans geschrieben haben. Die Reaktionen aus aller Welt sind hervorragend und die Fachpresse spricht sogar vom besten CREMATORY Album ever.

CREMATORY - Markus Jüllich

Wie lief das Songwriting ab, gab es eine Art Masterplan und wie teilt ihr euch das Schreiben der Songs und Texte auf?

Wir haben wie immer im Dreierteam mit unserem Gitarristen Matze, unserem Produzenten Kohle und mir gearbeitet. Nach fast 20 Jahren Bandgeschichte sind wir ein eingespieltes Team und eine gewisse Routine lässt uns sehr entspannt und professionell arbeiten.

Für mich hört sich „Infinity“ eine Spur nach back to he roots an, nachdem die letzten beiden Werke ein kleines bisschen mehr in Richtung – ich sag jetzt einfach mal das böse Wort – Mainstream gingen. Wie siehst du das?

Eigentlich sind wir bereits mit dem letzten Album PRAY wieder düsterer und heavy geworden und haben uns auf unsere Stärken vergangener Jahre besinnt, wobei ich Dir Recht gebe, dass wir mit INFINITY noch mal eine Schippe an Härte draufgelegt haben, da wir einfach mal wieder Bock hatten Gas zu geben.

Woher kommt der Thrash-Einfluss?

Von unserem Gitarristen Matze (Matthias Hechler), denn er ist ein alter Thrasher und bringt dementsprechend seine Einflüsse verstärkt in die neuen Songs mit ein, was den Songs eine frische Brise verleiht und diese noch spannender und interessanter macht.

Lässt du dich von Bands, die du im Zeitraum des Songwritings hörst, sei es bewusst oder unterbewusst, beeinflussen?

Natürlich schnappt man hier und da mal eine gute Idee auf, aber generell sind wie so routiniert, sodass wir unser CREMATORY Ding durchziehen, denn mittlerweile weiß jeder in der Band wo die roots liegen.

Was steckt hinter dem Titel. Ist es ein fixes Konzept bei euch die Titel in meistens in einem Wort zu halten, oder war das irgendwie immer schon Zufall?

Wir machen uns da eigentlich keine besonderen Gedanken, denn der Titel muss einfach zu unseren Songs passen und einprägsam sein. Der Albumtitel ist die Zusammenfassung der Songinhalte des jeweiligen Albums.

Worum geht es in den Texten?

Das ist eine Frage für unseren Sänger Felix, da bin ich zur Zeit noch nicht so involviert.

Erzähl mir doch etwas zu dem Cover-Artwork.

Hier griff der Gedanke – back to the roots – und wir haben uns an unseren alten Covern orientiert, da wir der Meinung sind, dass dieser Stil besser zu den neuen Liedern passt.

Dieses Mal hat wieder ein Titel auf Deutsch auf das Album gefunden. Warum hat gerade dieser Song einen deutschen Text verpasst bekommen?

Weil Felix (Gerhard „Felix“ Stass – voc.) und Matze darauf gut in Deutsch singen konnten. Das ist nicht bei allen Liedern möglich und die deutschen Lieder sollen immer ein kleines Highlight des Album darstellen und liegen uns besonders am Herzen.

Gibt es schon Tour- und Festivalpläne?

Ja, da wird momentan dran gearbeitet. Wir wollen dieses Jahr eingentlich nur Festivals spielen und nächstes Jahr zu unserem 20jährigen Bandjubiläum dann eine ausgedehnte Clubtour machen.

Besteht denn die Möglichkeit, dass ihr wieder ein Album komplett in Deutsch aufnehmt?

Vielleicht, wenn es uns dann noch gibt, denn wir haben uns vorgenommen alle 10 Jahre ein deutsches Album zu machen und das wäre dann 2016.

Ich danke dir für deine Zeit und bitte dich um ein paar letzte Worte für die Earshot-Leser und Fans in Österreich.

Herzlichen Dank an all die Fans, die uns bereits seit Jahren unterstützen, denn ohne euch wären wir auch nichts wert! Ohne Fans kann eine Band nicht existieren und ihr seid unsere Antriebsfeder.

 

 


www.crematory.de

 

Band-Biografie (Quelle Wikipedia)
Crematory ist eine Gothic-Metal-Band aus Deutschland, die im Januar 1991 in Westhofen von Schlagzeuger Markus Jüllich und Gitarrist Lothar Först gegründet wurde. ach der Gründung schlossen sich Gerhard Stass (Sänger), Marc Zimmer (Bass) und Keyboarderin Katrin Goger, die zunächst nur Gastmusikerin war, der Band an. In dieser Besetzung entstand das erste Demo, das sich laut Band 1.500 Mal verkaufte. Der anfängliche Stil der Band war noch tief im Death Metal verwurzelt, jedoch fanden sich bereits auf dem ersten Demo viele Gothic-Metal-Elemente. Mehr auf: Wikipedia
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