MALEFIC THRONE – The Conquering Darkness
MALEFIC THRONE
The Conquering Darkness
(Death Metal)

 


Label: Agonia Records
Format: (LP)

Release: 28.11.2025


Der Begriff Supergroup ist im Metal nicht gerade gut gelitten und bringt immer einen gewissen Geruch von Resteverwertung mit sich. Im Falle von MALEFIC THRONE wäre die Bezeichnung rein wegen der Vergangenheit der drei Musiker definitiv zutreffend. Doch ihr erster Longplayer „The Conquering Darkness” ist alles andere als B-Ware sondern straight up eine der besten amerikanischen Oldschool Death Metal Scheiben seit langem.

Das ist doch schon einmal am Statement gleich zu Beginn. Aber anders kann man die acht Songs auf knapp 45 Minuten nicht zusammenfassen. Das Album ist pure Brutalität und Härte mit einer technischen Raffinesse und Präzision eingetrümmert, dass es jedem Laien die Schuhe auszieht.

Nochmals zurück zu Start. MALEFIC THRONE sind ein Trio aus Florida in den Vereinigten Staaten, bestehend aus Steve Tucker am Bass und Mikro, John Longstreth an den Drums und Gene Palubicki an der Gitarre. So weit so gut. Die kennt man alle aus MORBID ANGEL, HATE ETERNAL, DYING FETUS, GORGUTS, ANGELCORPSE und und und. Also fast Death Metal Royalität möchte man meinen.

Wer zu Beginn noch skeptisch auf Play drückt wird vom Opener „Blasphémait Desecration“ direkt umgeblasen. Keine Sekunde eines sinnlosen Intros, sondern direkt hinein in die technische Blastbeat Hölle. Unfassbar das Tempo von Beginn weg an allen Instrumenten. Raserei in höchstem Uptempo aber mit ungeheurer Präzision. Was von Beginn weg auffällt, ist dieses Gefühl des Irrsinns und Chaos, aber ohne jemals unkontrolliert oder ungeplant zu wirken.

Was folgt ist eine Masterclass an Death Metal, die sich jeder Musiker im Extreme Metal zuführen sollte. Die Leistung an allen Instrumenten wirkt schier überirdisch. John Longstreth an den Drums ist wohl der Höhepunkt. Sein Schlagzeugspiel ist sowas von schnell, aber mit einer Präzision und trotzdem Groove, dass man seinen Ohren nicht traut. Er fliegt von Doublebass zu Blastbeatattacken in den wildesten Taktwechseln und liegt trotzdem immer in Symbiose mit Tucker am Bass, so dass die Rythmussektion einfach perfekt harmoniert. Longstreth zuzuhören ist wirklich der große Höhepunkt des Albums und diese Leistung könnte wohl sonst nur vom großen Flo Meunier erbracht werden.

Man sollte aber auch die Gitarrenarbeit von Gene Palubicki nicht schmälern. Was die Gitarre hier an Riffs, Leads und Soli rauslässt wirkt ebenso unmenschlich und lässt an Wahnsinn nichts zu wünschen übrig. Dass Steve Tucker mehr als nur ein würdiger Ersatz an den Vocals für David Vincent in MORBID ANGEL war ist sowieso hinlänglich bekannt. Seine Performance in bester gurgelnder gutturaler Stimmlage ist Florida Death Metal wie er gehört.

„The Conquering Darkness” ist 45 Minuten lang ein Statement von drei Musikern, die definitiv nicht nur durch ihre Namen und Legacy Aufmerksamkeit heischen wollten, sondern die klarmachen, dass sie musikalisch gesehen zum Besten gehören was Amerika im Death Metal zu bieten hat.

Autor: Michael Wimmer


Tracklist „The Conquering Darkness“:
1. Blasphémait Desecration
2. The Voice Of My Ghost
3. Athirst For Dissonance
4. Born Of Plague
5. Divine Tragedy
6. Carnage Of The Forgotten
7. When Our Shadows Align
8. Forged Of Stone
Gesamtspielzeit: 44:17

 


Band-Links:

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MALEFIC THRONE – The Conquering Darkness
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LineUp:
Steve Tucker (Bass, Vocals)
Gene Palubicki (Guitars)
John Longstreth (Drums)
8.5
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