steel panther on the prowl
STEEL PANTHER
On The Prowl
(Glam Rock)

 


Label: Steel Panther Inc.
Format: (LP)

Release: 24.02.2023


1987 I never wanna leave you
when you told me I was in my prime – Why didn’t I believe you?
And the music scene will never be the same
But I Didn’t realize that things could be this lame…1987

Wenn die kultigen US-Glam Rocker von STEEL PANTHER „On The Prowl“, also auf Beutezug sind, dann ist klar, worum es geht; Mädels und deren Pussys. Sorry für die „strong language“, aber die Jungs rund um Perrücken-Gitarrist Satchel starten ja auch mit dem Track „Never To Late (To Get Some Pussy Tonight)“ in ihren siebten Langspieler, in 23 Jahren Bandgeschichte.

Apropos Bandgeschichte; Da hat sich im siebten Kapitel auch was getan, denn der langjährige Basser und absolute Bühnenpräsenz Lexx Foxx hat sich 2021 offiziell verabschiedet und wurde im Folgejahr durch einen gewissen Spyder ersetzt. Dennoch bleibt hier alles beim Alten, denn es gibt wieder 80er und 90er Glam/Sleaze Rock mit allen Klischees und Peinlichkeiten (das ist durchaus positiv gemeint) der Satire-Rocker.

Dass man den Wechsel gut weggesteckt hat, will man mit der Textzeile: „Now Spyder’s on the bass and Lexxi’s gone, but it doesn’t mean we can’t still fuck his mom“ sogleich unterstreichen. Doch Lexxi hin oder her, Ermüdungserscheinungen haben sich ja schon bei den Vorgängern „Lower The Bar“ und „Heavy Metal Rules“ eingeschlichen. Und so fehlt es auch hier an waschechten Hits der Marke „Gloryhole“ oder „Community Property“ oder irgendwelchen Innovationen. Zugutehalten kann man den Kaliforniern aber schon mal, dass man den Härtegrad eine gutes Stück nach oben geschraubt hat, das hilft aber halt auch nur bedingt, wenn man sich nur auf Klischees ausruht und vorrangig Songs präsentiert, die man von Genregrößen oder den Panthern selbst halt schon oft genug (und besser) gehört hat. Vergleicht man das Ganze mit aktuellen Releases von Kollegen wie SKID ROW, KISSIN‘ DYNAMITE, CRASHDIET, H.E.A.T. oder DEF LEPPARD, hat man da musikalisch definitiv das Nachsehen. Steht man auf den pubertären Humor der Band, der natürlich platt wie eh und je ist, aber dennoch immer mal wieder ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubert, kann man natürlich die Erwartungen etwas höherschrauben.

Aber genug der Kritik, denn mit „On Your Instagram“, das thematisch kritisch mit Selfie-Filtern, die man auch von Tinder zur Genüge kennt, abrechnet ist durch halbakustische Gitarren und Mitsingrefrain ein Track, der durchaus länger in der Setlist seinen Platz finden könnte und Michael Starr in bester stimmlicher Verfassung zeigt. Aber auch das gut was wegrockende „Friends With Beneftis“ oder das etwas pathetischere „1987“, das in Nostalgie alter Rock-Helden schwelgt, gefallen und sollten Fans auf jeden Fall zufriedenstellen. Leider lässt das Album gerade in der zweiten Hälfte zusätzlich noch nach.

Übrig bleibt ein durchschnittliches Album, das durch den Kultfaktor und den Humor von STEEL PANTHER gerade noch aus der Belanglosigkeit gerettet werden kann. Die-Hard Fans und Neueinsteiger können das durchaus anders sehen. Ich für meinen Teil hole mir meine Dosis Haar-Spray aktuell lieber von den genannten Referenzen und warte ab, was die Jungs live in nächster Zeit so abfeuern.


Tracklist „On The Prowl“:
1. Never Too Late (To Get Some Pussy Tonight)
2. Friends With Benefits
3. OnYour Instagram
4. Put My Money Where Your Mouth Is
5. 1987
6. Teleporter
7. Is My Dick Enough (feat. Dweezil Zappa)
8. Magical Vagina
9. All That And More
10. One Pump Chump
11. Pornstar
12. Ain’ Dead Yet
13. Sleeping On The Rollway
Gesamtspielzeit: 47:27

 


Band-Links:

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STEEL PANTHER - On The Prowl
STEEL PANTHER – On The Prowl
LineUp:
Michael Starr (Vocals)
Satchel (Guitars)
Spyder (Bass)
Stix Zadinia (Drums)
5.5
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