audrey horne - achilles
AUDREY HORNE
Achilles
(Post-Metal | Classic Rock)

 


Label: Napalm Records
Format: (LP)

Release: 04.09.2026


an atmospheric heavy rock album that combines classic ‘70s and ‘80s influences with lyrical themes spanning escapism to commentary on the instability of the world we live in

Unglaublich, aber nächstes Jahr feiert die Post-Rock/Metal Sensation AUDREY HORNE aus Norwegen schon 25 Jahre Bandgeschichte. Und diese Geschichte ist eine spannende und Bbwegte. Die Gründer Torkjell „Toschie“ Rød, Arve Isdal, Thomas Tofthagen, Kjetiel Greve sowie der 2012 hinzugekommene Espen Lien sind eine kreative wie eingespielte Einheit, die stets für eine Überraschung gut ist.

Mit düsterem, eigenständigem Post Metal mit Köpfchen – auch was die Lyrics betrifft – starteten die Norweger einst und zeigten damals schon, dass die, teilweise dem Black Metal entstammenden Musiker Zeug zu Großem haben. Doch dann kam der Bruch. Drei Alben waren von flottem, aber immer noch kreativem wie eigenständigem Rock geprägt. Da durften aber dennoch  Einflüsse wie die Dünne Liesl und die Eiserne Jungfrau mal vorbeischauen. „Devil’s Bell“ war dann doch wieder düster, progressiv und nachdenklich, aber an vielen Enden zu verkopft.

Doch nun ist „Achilles“ da – das absolut keine Achilles-Ferse zeigen will – und zeigt somit die Truppe fast  stärker denn je. Schon der Titeltrack geht unter die Haut, baut sich immer weiter auf und entwickelt sich zu einem durchdachten und komplexen Epos, der aber dennoch schnell ins Ohr geht. Klar, die Gitarristen Arve und Thomas wissen, was sie tun, kreiert doch einer davon seit jeher komplexe Werke für ENSLAVED, während der andere über zehn Jahre lang bei SAHG mitmischte, aber auch Maiden Legenden D’Anno live begleitete.

So, ist es vor allem die grandiose Gitarrenarbeit, die immer wieder die Kinnlade runterklappen lässt. „In The Eye Of The Hurricane“ geht es wieder rockiger und lockerer an. Unglaublich wie gut die Rhythmus- und Leadgitarren harmonieren und auch der lockere Beat und wummernde Bass tragen zum sommerlichen Hit bei. Dazu kommen starke Soli, sowie viele Details, sodass der Fünfminüter nie langweilig wird. Toschie setzt ein Organ gekonnt ein und legt ein paar neue Nuancen, und vor allem viel Emotion obendrauf.

Dass man viel IRON MAIDEN im Player hatte zeigt dann das treibende „Vampires“, das stark in den 80ern verwurzelt ist. Die Twin-Leads sind grandios, der Refrain lädt zum Mitbrüllen ein und man kann in dem Song einfach versinken. Noch mehr Großbritannien gibt es in „Insanity“, das eher in Richtung rockigeren Heavy Metal der Anfangstage von Harris und Co. schielt, aber die prägenden Trademarks von AUDREY HORNE drüberlegt. Und „Hell Is Eternity“ passt nicht nur vom Titel dazu, sondern liefert auch die grandios dazu passenden Leads, sowie einen Refrain, der sich mit „Hallowed Be Thy Name“ messen möchte.

Aber keine Sorge, die Truppe zeigt mit der groovigen Rockhymne „God Damn Beautiful“ ihre eigenen Stärken und liefert einen Live-Hit, der einen festen Platz in der Setlist bekommen sollte. Spannend dabei ist, dass hier Basser Espen Lien Lead-Vocals übernimmt, dabei etwas an den großartigen DANKO JONES erinnert und wunderbar mit Toschie harmoniert.

Dazu geht man mit der düsteren Halbballade „Pretty Little Lies“ zurück an die Anfangstage und lässt Toschie dabei emotional zur Höchstform auflaufen und zum Ende wird es monumental und dramatisch á la LED ZEPPELIN, während „Insanity“ das Tempo wieder hochhält, gut groovt und zum Tanzen einlädt. „Six Feet In The Ground“ hat einen traurigen Unterton, rockt dennoch gut und dynamisch und lockert mit ein paar cleanen Gitarren gut auf. Vollgas geht es nochmal mit „Running Through The Night“ und lässt sich zu Beginn etwas von „Aces High“ inspirieren. Hochmelodisch beendet dann „New Star Falling“ dieses sensationelle Album

„Achilles“ wird seinen Namen gerecht und zeigt sich schon jetzt als Legende unter den Veröffentlichungen dieser immer noch schwerlich unterschätzten Ausnahmeband aus Norwegen. Einflüsse sind hier kein Geheimnis, doch die Jungs zeigen kreativ und eingespielt, passioniert und mit viel Abwechslung, dass harte Musik so viel mehr kann als nur grooven und rocken. Ein Album, das unter die Haut geht, zum Tanzen und Mitsingen einlädt, aber auch zum Nachdenken anregt.

Autor: Max Wollersberger


Tracklist „Achilles“:
1. Achilles
2. In the Eye Of The Hurricane
3. Vampires
4. God Damn Beautiful
5. Pretty Little Lies
6. Prodrome
7. Insanity
8. Hell Is Eternity
9. Six Feet In The Ground
10. Running Through The Night
11. New Star Falling
Gesamtspielzeit: 44:12

 


Band-Links:
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AUDREY HORNE – Achilles
LineUp:
Torkjell Rød (Vocals)
Arve Isdal (Guitars)
Thomas Tofthagen (Guitars)
Espen Lien (Bass, Vocals)
Kjetil Greve (Drums)
9.5
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