LACRIMAS PROFUNDERE - Hope Is Here
LACRIMAS PROFUNDERE
Hope Is Here
(Gothic Rock)

 


Label: SPV (Oblivion)
Format: (LP)

Release: 2016


Drei Jahre Zeit ließ sich die deutsche Goth Rock-Kombo LACRIMAS PROFUNDERE, ehe sie uns wieder mit einem Werk bedachten. Das Album, das den Titel „Hope Is Here“ trägt, hat erstmalig ein Konzept im Rücken, und zwar geht es kurz gesagt um einen Jungen namens Aramis, der einsam und verlassen durch einen dunklen Wald streift. Aber finden wir auf dem Album wirklich Hoffnung?

Mit „The Whorship Of Counting Down“ wird der Junge noch recht ruhig und schleppend in die Einsamkeit verabschiedet. Roberto Vitaccas unverkennbare, tiefe, aber sanfte Stimme trägt den Track untermalt von Oliver Schmids Riffs , während das Keyboard wie eine Orchesterwolke durch den Song führt. Bei „My Halo“ hingegen geht es dann etwas mehr zur Sache und dieser Song fasziniert symphonisch-orientalisch. Beim nachfolgenden Titeltrack bemerkt man den inneren Kampf von Aramis, der in die sich immer wieder wiederholenden Zeilen „Hope is here…“ mündet. Für LACRIMAS fast untypisch werden sogar die Molltöne hin und wieder in Dur verwandelt, was die in diesem Fall besungene Hoffnung spüren lässt.

Das durchgehend schnelle „Aramis“ hingegen hätte bestens auf einem der letzten HIM-Alben Platz gefunden und bei „A Million Miles“ wird basstechnisch etwas in Richtung KORN geschielt, und deutet sogar kurze Breakdowns an, die etwas Spannung in den doch leicht sperrigen Track bringen. „No Man´s Land“ entpuppt sich dann gleich zu Beginn als richtiger Banger, es fehlt aber dann doch ein einprägsamer Refrain, um den Song als Hitkandidaten durchgehen zu lassen.

Fast Westernfeeling kommt zu Beginn beim rhythmischen „Pageant“ auf, das so untypisch für diese Truppe tönt, dass es unbedingt als Anspieltipp genannt werden muss. Bei „You, My North“ wird’s wieder sehr sehr langsam, und es wird mit zweistimmigem Gesang von Rob gearbeitet, der auch beim Hit „And Gods Ocean“ für die eindringliche tiefe Stimmung sorgte. „Awake“ wird im Refrain wieder symphonisch, wohingegen der abgehackte Bass die Zwischenteile dominiert. Um wieder auf den Jungen Aramis zurückzukommen, man merkt hier deutlich, dass er durch seine einsame Reise an Stärke zugelegt hat.

„The Path Of Broken Homes“ führt uns wieder akustisch zu dem besagten Jungen, der von Vogelgezwitscher und leiser bedrückender Musik begleitet, auf seinem Weg stapft. Dies dient als Übergang zu „Timbre“, das aber leider wieder etwas sperrig daherkommt, langsamere und schnellere Parts wechseln. Hier solieren auch schon einmal die Gitarren und Rob zeigt, was er an vocaltechnischer Bandbreite zu bieten hat. Und als letzter Track geleitet „Black Moon“ den Hörer mit zarten ruhigen Tönen aus der Welt von Aramis.

Technisch wieder auf höchstem Niveau bieten uns LACRIMAS PROFUNDERE auch nach 29-jährigem Bestehen immer noch überraschende Töne, wirken zwar hin und wieder etwas sperrig oder langatmig, aber bei genauerem und wiederholtem Hinhören hinterlassen viele der Songs Eindruck, und laden in die Welt von Aramis sowie zum Drücken der Repeat-Taste ein. Gerne würde man mehr über den Jungen erfahren, dazu ist es wahrscheinlich ratsam, sich mit dem Textbook auseinanderzusetzen, aber ein Eintauchen in eine andere Welt ist auch ohne Lyrics wunderbar möglich.

 


Tracklist „Hope Is Here“:
1. The Worship Of Counting Down
2. My Halo Ground
3. Hope Is Here
4. Aramis
5. A Million Miles
6. No Man’s Land
7. Pageant
8. You, My North
9. Awake
10. The Path Of Broken Homes
11. Timbre
12. Black Moon
Gesamtspielzeit: 45:44

 


Band-Links:

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LACRIMAS PROFUNDERE – Hope Is Here
7.5
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