rage afterlifelines
RAGE
Afterlifelines
(Heavy Metal | Power Metal)

 


Label: SPV (Steamhammer)
Format: (LP)

Release: 29.03.2024


Die deutschen, bzw. schon lange zur internationalen Band avancierten Urgestiene von RAGE rund um Bandgründer Peavy Wagner feiern unglaubliche 40 Jahre Bandgeschichte. Und das tun die drei Herren, zu denen seit 2015 auch Vassilios „Lucky“ Maniatopoulos (TRI STATE CORNER) und mit 2020 auch Gitarrist Jean Bormann (ANGELINC) gehören. Stefan Weber, der seit vielen Jahre wieder einen zweiten Gitarristen darstellte, ist mittlerweile nicht mehr dabei. Natürlich feiern RAGE nicht allein, sondern laden mit ihrem neuen Doppel-Album „Afterlifelines“ ihre Fans zum Mitfeiern ein.

Aufgeteilt in zwei Hälften, bietet das Trio die volle RAGE-Bedienung von hartem Heavy/Power Metal in klassischer Dreier-Konstellation bis hin zu fett arrangierten und orchestrierten Epen. Den Anfang macht CD1, die man „Afterlife“ taufte. Darauf gibt es wie erwähnt die klassischen Brecher der Band. Von Flotten Bangern über Mitträller-Hymnen bis hin zu fast Death/Thrash-artige Tracks ist da alles dabei. Und das Ganze natürlich auf höchstem Niveau und so manch Track wie das schnell in die Hirnrinde eingehende „Under A Black Crown“ mit seinen flotten Beats und treibendem Refrain, das nachdenkliche „Toxic Waves“, das Sozialkritik ausübt oder das motiviert klingende „Shadow World“. Wer RAGE kennt, weiß was einn  erwartet, und doch klingt alles irgendwie energischer und fokussierter als zuletzt. Nicht das die Vorgänger schlecht waren, aber irgendwie merkt man, dass sich die Herren hier nochmal extra Mühe gegeben haben.

Die zweite Hälfte des Albums nennt sich „Lifelines“ und geht dank Orchestration von Marco Grasshoff (u.a. POWERWORLD, ANGELINC), den man für die opulenteren Töne engagiert, in Richtung Alben wie „Lingua Morits“ oder „XIII“, zeigt aber auch eine Weiterentwicklung und natürlich auch eine etwas andere Schlagseite, da ja einst Victor Smolski, der bekanntlich RAGE 2015 für sein neues Projekt ALAMANC verließ, dafür zuständig war.

Aber auch da haben Peavy und seine Herren alles bestens im Griff. Von filigranen Piano-Stücken, über unterstützende und zurückhaltende Streicher-Untermalung bis ihn zu opulenter Orchestration mit Streichern, Pauken, Trompeten und allem was noch dazu gehört aus der Dose, gibt es hier die Vollbienung. Aber dank Double-Bass Attacken, knackigen Riffs und den aggressiven Vocals von Peavy, kommt auch hier der Härtegrad nicht zu kurz. Schon das eröffnende „Cold Desire“ hat das Zeug zum Evergreen, aber auch das spannend aufgebaute „One World“, das mühelos unter die Haut geht oder das finale Akustik-Stück „In The End“, seien als weitere Anspieltipps erwähnt. Aber eigentlich können RAGE hier weder auf der ersten noch auf der zweiten Disc irgendwelche Ausfälle oder schwache Songs vermelden.

40 Jahre RAGE! Das wird auf „Afterlifelines“ bestens zelebriert und zeigt die Truppe trotz erneutem Gitarrist-Wechsel stark wie schon lange nicht mehr. Ich würde gern sagen: Auf weitere 40 Jahre, sodass Peavy dann mit 99 noch weiterhin so fette, tiefgründige und interessante Alben raushaut!

 

 


Tracklist „Afterlifelines“:
Disc 1 – Afterlife
1. In the Beginning
2. End Of Illusions
3. Under A Black Crown
4. Afterlife
5. Dead Man’s Eyes
6. Mortal
7. Toxic Waves
8. Waterwar
9. Justice Will Be Mine
10. Shadow World
11. Life Among The Ruins

Disc 2 – Lifelines
1. Cold Desire
2. Root Of Our Evil
3. Curse the Night
4. One World
5. It’s All Too Much
6. Dying To Live
7. The Flood
8. Lifelines
9. Interlude
10. In The End
Gesamtspielzeit: 39:53 + 45:57


Band-Links:
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RAGE – Afterlifelines
LineUp:
Peter "Peavy" Wagner (Vocs/Bass)
Jean Bormann (Guitar)
Vassilios "Lucky" Maniatopoulos (Drums)
Guests:
Marco Grasshoff (Keys, Orchestration)
8.5
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