
Euphancholia
(Power Pop | Punk Rock)
Label: Bakraufarfita Records
Format: (LP)
Release: 10.04.2026
THE MELMACS sind eine dieser Bands, die man einmal live gesehen hat und nie wieder vergisst. Seit ihrer Gründung in Dresden, Deutschland, irgendwo zwischen Proberaum, Hauskonzerten und späten Nächten im Kneipenviertel, sind sie das, was ihre Fans gerne „good vibes in Stereo“ nennen: eine rotzige, charmante Mischung aus Power Pop, Punkrock und 60s-Glamour, mit Orgel, zweistimmigem Gesang und einem unüberhörbaren Herz für alte Rock’n’Roll-Platten.
Hinter dem bunten Namen THE MELMACS stehen Bimmi, Ray, Jona und Marv. Gemeinsam haben sie sich in den letzten Jahren eine treue Fanbase erspielt, indem sie das tun, was sie am besten können: Songs schreiben, die sofort hängen bleiben, und Shows spielen, die nach vorne gehen – egal ob auf Festivalbühnen, in besetzten Häusern oder Kleinstadtclubs. Musikalisch klingen The Melmacs wie eine Zeitreise durch Punkgeschichte und Popkultur. Man hört die Energie von The Briefs oder The Interrupters, die Spielfreude der Ramones, aber auch die eingängigen Melodien klassischer 60s-Girlgroups. Alles verpackt in grelle Farben, DIY-Ästhetik und einem Sound, der gleichzeitig retro und absolut zeitgemäß wirkt.
Ihr Debütalbum „Good Advice“ erschien 2022 auf Bakraufarfita Records (Deutschland) und Spaghetty Town Records (USA). Ein Release, der sofort einschlug – nicht, weil er in Charts auftauchte, sondern weil er genau das Gefühl traf, das viele in der Post-Lockdown-Zeit suchten: aufdrehen, tanzen, raus, leben. Elf Songs, rund 33 Minuten pure Powerpop-Energie. Mit „Watch Out!“, „Good Advices“ und „Out Of My Mind“ haben The MELMACS sich ihren festen Platz in der europäischen Underground-Szene erspielt. Ihr Stil: catchy Hooks, Orgelriffs, die sofort zünden, und Texte, die von Selbstbestimmung, Freundschaft und Fuck-you-Mentalität handeln, ehrlich, aber nie belehrend. Touren durch Deutschland, Frankreich, Tschechien und Shows auf kleinen wie größeren Festivals folgten. MELMACS blieb dabei ihrer DIY-Haltung treu: Sie buchen selbst, pressen Vinyls, drehen Musikvideos mit Freunden und stehen lieber schwitzend auf der Bühne als steril vor der Kamera.
Kurz gesagt: THE MELMACS klingen wie ein Sommertag in Converse-Schuhen – schnell, schrill, ehrlich und verdammt ansteckend. Von DIY-Punkshows zu internationalen Vinyl-Releases – ihr Weg ist geradlinig, sympathisch und voller Leidenschaft. Und mit „Euphancholia“ steht fest: Das hier ist keine Retro-Nummer, sondern eine Band, die ihren Sound gefunden hat und ihn mit jeder Menge Spaß in die Welt trägt.
Und genau hier legen wir an, um uns nun endlich dem neuen Werk zu widmen.
Musikalisch bleibt „Euphancholia“ von THE MELMACS tief im Powerpop-Punk verwurzelt, öffnet sich aber stärker in Richtung Garagerock, New Wave und Retro-Rock’n’Roll. Im Vergleich zum rohen, direkten Vorgänger wirkt der Mix auf „Euphancholia“ breiter und detailverliebter. Gitarren sind dichter geschichtet, der Bass kraftvoller im Vordergrund, und der Gesang – besonders Bimmis Lead-Stimme, gewinnt an Tiefe und Ausdrucksstärke. Die Produktion hat mehr Raum, mehr Dynamik; statt bloßer Wucht findet man hier Klangfarben und kleine Soundideen, die den Songs Struktur geben, ohne die Energie zu bremsen.
Die zwölf Songs laufen insgesamt knapp 38 Minuten – kurz, knackig, aber erstaunlich abwechslungsreich. Schon die ersten Minuten von „The Tide Is High“ zeigen, wohin die Reise geht: ein erfrischender Punch aus melodischem Punk und sonnendurchflutetem Pop. Es folgen Höhepunkte wie „Run For Your Life“ – ein klassischer Uptempo-Kracher mit hymnischem Refrain – und „Bad Seeds“, das mit 60s-Gitarren und Orgellicks kokettiert, während die Band textlich über Selbstzweifel und Neuanfänge nachdenkt.
„These Days“ und „Lazy Hearts“ bringen mehr Raum zwischen die Noten, lassen Melancholie und Sehnsucht aufblitzen; man spürt, dass THE MELMACS inzwischen gelernt haben, die Lautstärke gezielt einzusetzen, statt sie einfach durchzuziehen. Dasselbe gilt für „Crying My Heart Out“, wo sich Popmelodie und Punkattitüde perfekt umkreisen.
Das Album schließt mit „Electric Night“ einem glitzernden, fast cineastischen Finale, das alles bündelt, was „Euphancholia“ ausmacht: Dringlichkeit, Melodie, Euphorie und dieses kleine bisschen Wehmut, das gute Popmusik erst groß macht.
Tracklist „Euphancholia“:
1. The Tide Is High
2. Run For Your Life
3. Falling
4. Bad Seads
5. These Days
6. Keep On
7. Lazy Hearts
8. Deadbeat
9. Showdown
10. Lifetime
11. Crying My Heart Out
12. Electric Night
Gesamtspielzeit: 37:46
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