
The Skies Turn Black
(Melodic Black Metal)
Label: Indie Recordings
Format: (LP)
Release: 06.03.2026
WINDIR war eine der beliebtesten und spannendsten Black Metal Band Norwegens. Nach dem Tod des Frontmannes Valfar entschlossen sich drei der verbliebenen Mitglieder unter dem neuem Namen VREID frisch durchzustarten. Das ist nun auch schon mehr als zwei Jahrzehnte her und über die Zeit hinweg gab es bereits neun Stuido-Alben sowie weitere Veröffentlichungen. Nun gibt es mit „The Skies Turn Black“ ein neues Werk der nordischen Recken.
Man startet sanft mit cleanen Gitarrenklängen und dichter mystischer Atmosphäre, aber kurz darauf wird deutlich mehr Druck gemacht, jedoch bleibt es meldoisch – und so ist „From These Woods“ schon einmal ein Vorgeschmack auf die Dinge die da kommen werden. Allerdings findet sich zwischendurch auch ein langsamerer Part mit epischem Backgroundgesang als Gegenpol zu den heftigen Screams, wodurch ein doch recht urtümliches Flair entsteht. Beim Titeltrack „The Skies Turn Black“ wird Tempo herausgenommen und das Growling ist deutlich bösartiger als zuvor, was auch auf „A Second Death“ zutrifft. Der Titel „Kraken“ wurde für den gleichnamigen Spielfilm geschaffen, und drückt sehr gut das Feeling des Films aus, in dessen Handlung es um ein außer Kontrolle geratenes U-Boot geht. Man lässt sich bewusst Zeit und geht es langsam an und betont damit den düsteren Grundton. Das länger ausgefallene und teils mit rockigen Riffs ausgestattete „Loving The Dead“ weicht sehr stark vom üblichen Stil ab, was auch daran liegt, dass hier der Gesang in weiblicher Hand liegt, und zwar in der Person von Agnete Kjølsrud (DJERV), die zudem von überraschend modern wabernden Sounds flankiert wird. Hier geht es meist auch deutlich melodischer zur Sache und so können sich die Gehörgänge kurz erholen, allerdings nimmt der Track im Verlauf mehr Fahrt auf, und gegen Ende hin wandeln sich Agnetes Vocals zu heftigen Screams. Bei „Build & Destroy“ wird wieder ordentlich draufgehauen, dafür ist „Chaos“ etwas langsamer, jedoch auch sehr druckvoll ausgefallen. Darauf folgen zwei eher stampfende Tracks, wobei „Smile Of Hate“ einen äußerst gefühlvollen Instrumentalpart mit wunderschönem Klavierspiel und flirrenden Gitarren enthält. „Echoes Of Life“ ist eine überraschend ruhige Ballade und auch das abschließende „The Earth Rumbles” startet ähnlich, wird jedoch zusehends kraftvoller und so schließt sich der Kreis zum Beginn des Albums.
VREID präsentieren sich auf „The Skies Turn Black“ weitestgehend in gewohnter Manier, haben jedoch auch einige Überraschungen eingefügt, sodass es ein sehr abwechslungsreiches Album geworden ist. Wer Kräftiges mit einem Schuss Hoher Norden und Mystic im Black Metal mag, der ist hier definitiv an der richtigen Adresse.
Autorin: Elisabeth Eichmüller
Tracklist „The Skies Turn Black“:
1. From These Woods
2. The Skies Turn Black
3. A Second Death
4. Kraken
5. Loving The Dead (feat. Agnete Kjølsrud (DJERV))
6. Build & Destroy
7. Chaos
8. Flammen
9. Smile Of Hate
10. Echoes Of Life
11. The Earth Rumbles
Gesamtspielzeit: 55:37
