
Coronach
(Blackened Speed Metal)
Label: Century Media Records
Format: (LP)
Release: 27.03.2026
Mit knapp 30 Jahren zählt der Schotte James McBain, a.k.a HELLRIPPER, bereits seit Jahren zur Speerspitze und Zukunft des Blackened Thrash/Speed Metals. Vier Alben umfasst die Diskographie des Einzelkämpfers bereits, jedes Album immer in kompletter Eigenregie komponiert und eingespielt. Der Hype war seit dem Debüt „Coagulating Darkness“ groß und McBain entwickelte seinen Sound mit jedem Output konsequent weiter.
„Coronach” als vierter Release ist der nächste Schritt und zeigt weiter gewachsene Qualitäten im Songwriting und der Eingängigkeit. Trotzdem bleiben HELLRIPPER wie sie immer waren, nämlich punkig, rotzig, frech und roh mit irrwitziger Spielfreude versehen. Der Opener ist ein wahres Paradebeispiel für modernen angeschwärzten Speed Metal.
Ohne große Einleitung geht es in den Hochgeschwindigkeitszug der Marke HELLRIPPER. Die Riffs sind bissig und die keifende Stimme von McBain sitzt wie angegossen. Was neu ist, ist die bereits angesprochene Eingängigkeit. Der Song ist gespickt mit Melodien und Harmonien, wie den Synthesizern immer wieder im Hintergrund, die grandiose Atmosphäre generieren. Trotzdem hat der Song eine wahnsinnige Energie und Rohheit, die in dem Genre derzeit ihresgleichen sucht. Es thrast, es rockt und die punkige Attitüde ist stets präsent.
„Kinchyle (Goatkraft And Granite)” als der Schlachtruf der Familie McBain wirkt wie eine interne Partyhymne. Kaum auszumalen, was auf den Festen des schottischen Klans los ist, wenn dieses Brüllen losgeht. Der Song ist thrashig in der Gitarrenarbeit, bringt aber im Refrain die volle Punk Attitüde zum Mitfeiern mit. Der Bruch in der Mitte macht alles interessant, lockert auf und mündet in einen Groovepart.
Die Kernkompetenz von HELLRIPPER ist immer noch die schnelle brutale infernale Raserei. „Baobhan Sith (Waltz Of The Damned)“, „Blakk Satanik Fvkkstorm“ oder „Sculptors Cave“ leben in typischer Art und Weise von bissigen Riffs, bestialischem Keifen und gnadenloser Geschwindigkeit. Trotzdem wirkt es nie stumpf oder einfallslos, da Melodien immer präsent sind und so die Songs gut ins Ohr gehen.
„Coronach“ ist deswegen besonders, weil stets Abwechslung gegeben ist, aber nie der Fluss des Albums bricht. „The Art Of Resurrection” überzeugt mit epischem Ansatz, während „Mortercheyn“ voller rotziger Attitüde im Punk verwurzelt ist. Und zum Ende hin übertrifft sich James McBain im Titelsong noch selbst.
Knapp neun Minuten lang stimmen HELLRIPPER den traditionellen schottischen Totengesang an und verwirklichen sich in ihrem Ansatz selbst. Es gibt Epik, Gekeife und Klargesang, bissige Riffs bis hin zu Dudelsackklängen. Der Track bietet Mid-Tempo und Heavy Metal Soli, alles eingebettet im typischen Blackened Speed Gewand. Das ist wirklich ganz großes Songwriting.
„Coronach“ ist defintiv der nächste große Wurf von HELLRIPPER, die mit diesem Album gereift erscheinen und in der Szene endgültig aus dem Untergrund heraustreten.
Autor: Michael Wimmer
Tracklist „Coronach“:
1. Hunderprest
2. Kinchyle (Goatkraft And Granite)
3. The Art Of Resurrection
4. Baobhan Sith (Waltz Of The Damned)
5. Blakk Satanik Fvkkstorm
6. Sculptor’s Cave
7. Mortercheyn
8. Coronach
Gesamtspielzeit: 44:09
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