
JUNGLE ROT – Cruel Face Of War
(Death Metal)
Label: Unique Leader Records
Format: (EP)
Release: 15.05.2026
2026 ist das Jahr der Death Metal Legenden. Die Oldschool Ikonen des Extreme Metal schleudern uns ein großartiges Album nach dem anderen um die Ohren, als wären die 90er und frühen 2000er nie vergessen. IMMOLATION, MONSTROSITY, VOMITORY und EXHUMED beglückten die Szene heuer schon mit ihren besten Alben seit Jahren.
JUNGLE ROT sind die nächsten im Bunde. Album Nummer Zwölf „Cruel Face Of War“ macht auf knapp 40 Minuten keine Gefangenen. Die Legenden aus Wisconsin machen das, was sie am besten können. Sie zerlegen Song für Song die Gehörgänge ihrer Fans und jener, die es nach diesem Album wohl auch sein werden. Oldschool Death Metal muss genau so klingen und Innovation muss nicht sein, wenn der Status Quo derartig gut ist.
Schnörkel- und kompromisslos, so ist das das gesamte Album vom Opener „Apocalyptic Dawn“ an am besten beschrieben. Die Gitarren braten amtlich und groovig dahin, der Bass wummert herrlich im Hintergrund dahin, während das Schlagzeug genretypisch hauptsächlich im Mid-Tempo wildert. Die Vocals von Dave Matrise sind herrlich intensiv und räudig und verleihen dem Ganzen eine gehörige Menge Dreck. Alles eingebettet in einen fantastischen Mix von Star-Produzent Dan Swanö ist der Sound wirklich herausragend.
Hervorzuheben sind das herrlich an OBITUARY erinnernde „Maniacal“. Der sumpfige Vibe der Florida Legenden wird durch das eindringliche Doublebass Geboller und die anziehende Geschwindigkeit perfekt eingefangen. Ebenso sticht „Horrors Vile“ aus den ansonsten schon recht guten Songs heraus. Mag sein, dass hier so etwas wie Wehmut mitschwingt, wenn mit Dave Ingram eine Legende zum letzten Mal antritt. Der legendäre BENEDICTION Fronter musste soeben seine Karriere krankheitsbedingt beenden, liefert sich aber in dem Song ein grandioses Growling Duell mit Matrise. Die beiden schenken sich nichts und man kann das Blut und den Geifer fast spüren und riechen.
Zu guter Letzt ist „Radicalized“ ein grandioses von Hardcoreriffs gespicktes Stück und überrascht auf voller Linie. Und das im positiven Sinne.
Man muss nicht lange überlegen. „Cruel Face Of War“ ist ein großartiges Album von Legenden des Genres, die genau wissen, wie gut sie sind und was sie am besten können. Die Oldschool Vibes sind allgegenwärtig und JUNGLE ROT beweisen ihre Ausnahmestellung in der Geschichte des Death Metal.
Autor*in: Michael Wimmer
Tracklist „Cruel Face Of War“:
1. Intro
2. Apocalyptic Dawn
3. Cruel Face of War
4. Maniacal
5. Suffer in Silence
6. Radicalized
7. Blade of Betrayal
8. When the Elders Rise
9. Horrors Vile
10. Legacy of the Damned
11. Rot Riffs
12. Hollow Husk
Gesamtspielzeit: 40:32
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