
Seit vielen Jahren sorgen GRIMNER mit dynamischen Auftritten für beste Stimmung und nebenher veröffentlichten die schwedischen Folk/Viking Metaller auch immer wieder neue Musik. Dieser Tage erscheint der fünfte Longplayer mit dem Titel „Stormvingar“ dem hoffentlich viele Gigs folgen werden.
Den Anfang macht der Titeltrack „Stormvingar“ und da wird gleich einmal ordentlich Gas gegeben. Zur rasanten Musik, die von Flötentönen ergänzt wird was für einen urigen Touch sorgt, ertönt ein Mix aus tiefen Growls und hohen cleanen Vocals. Etwas langsamer und sehr folkig kommt „Träldomens Far“ daher, und bei diesem Rhythmus möchte man gleich einmal mittanzen. Sehr bedächtig startet „De Kom Från Norr“, jedoch entwickelt sich daraus ein kraftvoller Track der nach Stammesgesängen und Aufruf zur Schlacht tönt.
Ein wahrer musikalischer Teufelsritt ist „Där Mjöd Och Högmod Flödar“ das kaum Verschnaufpausen aufweist. Mit hymnischem Gesang startet „Ombergs Brud“ und auch wenn im weiteren Verlauf mehr Druck gemacht wird, so ist dieser Song purer Folk Metal wie ihn die Fans mögen. Sehr rhythmisch ist „Irrbloss“ und da möchte man gerne ein Trinkhorn in die Hand nehmen und mitfeiern. Ähnliches gilt auch für „Runstenen“, allerdings ist dieser Track deutlich flotter und kommt kampfbetont herüber.
Auch bei „Nattriderskan“ werden druckvolle Töne angeschlagen, allerdings hat es einen inbrünstig gesungenen, hymnischen Refrain. Wenn wir schon beim Thema Hymne sind, auch „Völvans Spådom“ startet als solche, nimmt aber zusehends mehr Fahrt auf und entwickelt sich zu einem kraftstrotzenden Stück Musik. Den Abschluss bildet „Hon Gav Dem Undergång“ bei dem es noch einmal im Schweinsgalopp dahingeht,
und so wird man auf rasante Art und Weise in die Realität zurückbefördert.
Da GRIMNER in ihrer Muttersprache singen haben die Songs von vornherein einen nordischen Touch, aber vor allem durch die Flötentöne wird immer wieder ein solches Flair erzeugt, auch wenn die Tracks teilweise knallhart sind. Der wechselvolle Gesang intensiviert dieses Flair zusätzlich. Ich hab GRIMNER ja live kennengelernt und die Stimmung bei ihren Gigs war stets gewaltig. So ganz kann dies eine Platte nie vermitteln, aber dennoch versuchen die Schweden mit „Stormvingar“ die Zuhörer auf Touren zu bringen, was gut gelungen ist.
Autorin: Elisabeth Eichmüller
Tracklist „Stormvingar“:
1. Stormvingar
2. Träldomens Far
3. De Kom Från Norr
4. Där Mjöd Och Högmod Flödar
5. Ombergs Brud
6. Irrbloss
7. Runstenen
8. Nattriderskan
9. Völvans Spådom
10. Hon Gav Dem Undergång
Gesamtspielzeit: 56:16
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