ANNIHILATOR - Waking The Fury
ANNIHILATOR
Waking The Fury
(Thrash Metal)

 


Label: SPV (Steamhammer)
Format: (LP)

Release: 18.03.2002


Look at all the tortured souls
In the precious lunatic asylum
Here we are so let the fun begin
In my precious lunatic asylumMy Precious Lunatic Asylum

Bereits ein Jahr nach Erscheinen des Albums „Carnival Diablos“ meldet sich der kanadische Gitarrenwizard Jeff Waters mit einem brandneuen Langeisen namens „Waking The Fury“ mehr als lautstark zurück. Dass der Name ANNIHILATOR schon seit mehr als 10 Jahren für Thrash Metal in Reinkultur steht, ist wohl hinlänglich bekannt. Nachdem diese Stilrichtung nach längerer Zeit des Desinteresses nun wieder deutlichen Aufschwung erfährt, könnte es ohne weiteres sein, daß ANNIHILATOR in puncto Erfolg wieder an Klassiker wie „Alice In Hell“ oder „Never, Neverland“ anknüpfen. Der Grundstein dafür ist mit „Waking The Fury“ zweifelsohne gelegt.

So gut das Songmaterial auf „Carnival Diablos“ auch war, die neuen Werke der „Zerstörer“ stellen noch eine Steigerung dar. Schon beim ersten Song „Ultra Motion“ wird verdeutlicht, wie hochmotiviert Jeff Waters gewesen sein muß, wenn er derartige Granaten einfach so aus dem Ärmel schüttelt. Was sofort auffällt, ist die äußerst direkte Art der neuen Stücke. Die verwendeten Riffs besitzen allesamt Ohrwurmpotential. Dennoch handelt es sich bei „Waking The Fury“ um eines der härtesten und schnellsten ANNIHILATOR – Alben überhaupt. Was die technische Umsetzung betrifft, so braucht wohl nicht erwähnt werden, daß diese außer Zweifel steht. Jeder, dem Jeff Waters‘ Künste bekannt sind, weiß, wovon hier die Rede ist. Um, abgesehen von der Gitarre, auch alle anderen Instrumente gebührend in Szene setzen zu können, mußten abermals neuen Mitstreiter rekrutiert werden. Es wäre ja beinahe schon einem Traditionsbruch gleichgekommen, hätte ein und das selbe Line Up länger als für die Aufnahmen eines Albums und die darauffolgende Tour Bestand gehabt. Als Neueinsteiger konnten Curran Murphy von NEVERMORE an der zweiten Axt, sowie Randy Black am Schlagzeug, der ja schon mal bei ANNIHILATOR tätig war, gewonnen werden. Goldkehlchen Joe Comeau, der bereits auf „Carnival Diablos“ eindrucksvoll unter Beweis stellte, zu welchen Gesangsleistungen er fähig ist, blieb den „Zerstörern“ jedoch erhalten.

Doch nicht nur das. Er war dazu in der Lage, einen ausgesprochen persönlichen Stil zu entwickeln. Joe singt zwar nach wie vor in sämtlichen Tonlagen, doch gleicht es nicht mehr einem Nachahmen bekannter Sangesgrößen. Einmal jedoch war er dazu gezwungen, denn mit „Nothing To Me“ befindet sich wieder eine Hommage an AC/DC auf dem Album, wo natürlich die stimmliche Annhäherung an die Vorbilder nicht fehlen darf. Daß Jeff Waters generell eine Vorliebe für guten alten Heavy Metal hat, ist ohnehin kein Geheimnis und wird auch in seinen eigenen Kompositionen stets deutlich. Diese Tatsache ist es auch, welche die Songs von ANNIHILATOR meist äußerst eingängig machten. Um einen ungefähren Eindruck darüber zu bekommen, empfehle ich, „Ultra Motion“, „Torn“ oder „Lunatic Asylum“ einer Hörprobe zu unterziehen. Doch im Prinzip ist es gleichgültig, da sämtliche Songs auf „Waking The Fury“ den Titel „Kracher“ verdienen.

Wer ANNIHILATOR bislang noch nicht kennen sollte, wäre mit „Waking The Fury“ auch als Einstiegsdroge bestens bedient!

 

 


Tracklist „Waking The Fury“:
1. Ultra-Motion
2. Torn
3. My Precious Lunatic Asylum
4. Striker
5. Ritual
6. Prime-Time Killing
7. The Blackest Day
8. Nothing to Me
9. Fire Power
10. Cold Blooded
11. Shallow Grave (Live)
12. Nothing to Me (Radio Edit)
Gesamtspielzeit: 53:37


www.annihilator.com

 

REVIEW-VORLAGE [BANDNAME - Albumtitel]
ANNIHILATOR – Waking The Fury
LineUp:
Joe Comeau
Jeff Waters
Randy Black
9.5
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