moonspell - opus diabolicum
MOONSPELL
Opus Diabolicum – The Orchestral Live Show
(Dark Metal)

 


Label: Napalm Records
Format: (Live)

Release: 31.10.2025


Raise your hands up to the skies
On we march to hermitage
Empty hands, hollow eyes
On we march to hermitageHermitage

Immer öfter nutzen Bands die Möglichkeit, ihre Musik mit Unterstützung durch ein Orchester zu präsentieren, und so weit ich das mitbekommen habe, waren diese Konzerte jedes Mal ein Erlebnis. Nun haben sich auch die portugiesischen Dark Metaler MOONSPELL für so ein Konzert entschieden, das am 26.10.2024 in ihrer Heimatstadt Lissabon stattfand und bei dem die Band vom Lisbon Sinfonietta Orchestra unterstützt wurde.

Der Opener „Tungstennio“ ist ein wunderschönes Instrumentalstück, das für ein opernhaftes Flair sorgt. Dieses bleibt auch bei „Em Nome Do Medo“ erhalten, jedoch setzt hier Fernando Ribeiros kräftiger Gesang ein, der für eine etwas bedrohliche Atmosphäre sorgt. Darauf folgt „1755“ vom gleichnamigen Album, das das schwere Erdbeben in diesem Jahr zum Thema hat, und daher viel Dramatik in sich trägt, die durch einen Chor intensiviert wird.

Bei „In Tremor Dei“ und „Desastre“ stehen mehr die Metal-Instrumente im Vordergrund, aber dennoch finden sich auch hier symphonische Ergänzungen. Bei „Ruínas“ wird ein Gang zurückgeschaltet, und auch wenn der Gesang sehr kräftig ist, so bekommen doch die epischen Töne deutlich mehr Platz. Zwischendurch gibt es auch Ansagen, meist in Portugiesisch, und so kann man nur am Tonfall erkennen, wie wichtig ihnen dieser Abend war. „Breathe (Until We Are No More)“ unterscheidet sich von den Vorgängern durch den großteils einschmeichelnden Gesang, und mit dem äußerst druckvollen „Extinct“ endet der erste Teil.

Part zwei startet sehr symphonisch und „Proliferation“ kommt ohne Vocals aus, die dafür beim teilweise sehr rasanten „Finisterra“ regelrecht herausgeschleudert werden, und an dessen Ende eine Ansprache ans Publikum in englischer Sprache steht. Bei „Everything Invaded“ mischen sich eher leise Töne mit kraftvollen was auch auf den Gesang zutrifft. Darauf folgen die beliebtesten Songs der Portugiesen, beginnend mit „Scorpion Flower“ das durch kurze chorale Ergänzung noch einmal intensiver wird als es ohnehin ist. Auch „Vampiria“ kommt durch die symphonische Untermalung düsterer und bedrohlicher daher. Bei „Alma Mater“ wird das Publikum sehr stark integriert, das sich als Chor beteiligt und damit die Begeisterung an diesem Abend deutlich zum Ausdruck bringt. Nach einer längeren Dankesrede bildet „Fullmoon Madness“ den Abschluss, bei dem Band und Orchester noch einmal alles geben.

Eine Orchester-Beteiligung hat auch MOONSPELL nicht geschadet, denn das Gegenteil ist der Fall – es entstand ein wahrer Hörgenuss, der mit einem Konzert ohne Orchester nicht möglich wäre. Das Live-Feeling wird gut herübergebracht, was auch an den vielen Worten ans Publikum liegt.

Wirklich schade, dass es nie so eine Tour geben wird, da die einfach nicht finanzierbar wäre. Für die Glücklichen die dabei waren ist es sicher eine schöne Erinnerung, aber auch für alle anderen Fans der Portugiesen ist es sicher interessant, die bekannten Songs in neuem Gewand zu entdecken.

Autorin: Elisabeth Eichmüller


Tracklist „Opus Diabolicum – The Orchestral Live Show“:

CD1:
1. Tungstennio
2. Em Nome Do Medo
3. 1755
4. In Tremor Dei
5. Desastre
6. Ruínas
7. Breathe (Until We Are No More)
8. Extinct

CD2:
1. Proliferation
2. Finisterra
3. Everything Invaded
4. Scorpion Flower
5. Vampiria
6. Alma Mater
7. Fullmoon Madness
Gesamtspielzeit: 43:10 + 48:43

 


Band-Links:
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moonspell - opus diabolicum
MOONSPELL – Opus Diabolicum – The Orchestral Live Show
LineUp:
Fernando Ribeiro (Vocals)
Ricardo Amorim (Guitars)
Aires Pereira (Bass)
Pedro Paixão (Keys)
Hugo Ribeiro (Drums)
10
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