
It Is Going To Get Dark
(Metallic Hardcorel)
Label: SharpTone Records
Format: (LP)
Release: 10.07.2026
Thematisch bewegen sich NO CURE ja gänzlich im Dunstkreis der Straight Edge Granden von EARTH CRISIS, musikalisch ist auf dem neuen Album „It’s Going To Get Dark“ aber eine deutlich härtere Gangart angesagt. So ist der Metallic Hardcore das Quintetts aus Birmingham, Alabama doch unüberhörbar durch eine heftige Death-, aber auch Black Metal Schule gegangen, wie schon der Opener „When The Spasm Cease“ eindrucksvoll, wie lautstark unter Beweis stellt. Auch sticht erstmals der eigenwillige, teils hallende, Schlagzeugsound, der dem oft wie ein Uhrwerk tickenden Beat, noch mehr Wirkung verleiht, ins Ohr. „Oblivion Crusade“ wartet dann mit besonders fiesen Vocals, der in diversen Tonlagen auf und verleiht dem Anliegen von NO CURE noch zusätzlichem Nachdruck.
Bei in „Brain Matter Displacement” biegt man dank das Features von Jayway von BAYWAY NJ gar ein wenig in Richtung Crossover ab, bevor ein fieser Breakdown wieder auf den Boden des kompromisslosen Metallic Hardcore zurückführt. „Slowly Turning Blue“ schlägt dann recht unverholen in die KNOCKED LOOSE Kerbe, wobei man bei NO CURE die klassische Hardcore-Sozialisierung deutlich mehr durchhört, als bei den gerade durch die Decke gehenden Kollegen. So lassen es die Herrschaften nicht nur immer wieder in bester NYHC Manier grooven, denn auch der eine oder andere Gangshout wird zelebriert.
„Starved In Sanctuary (My Hands Are In Your Chest Cavity)” ist wohl die zwingendste, weil herrlich Old-School stampfende, Nummer auf diesem kompromisslosen Rundumschlags. Wie es sich für eine anständige Hardcoreplatte gehört, bleibt es auch nicht beim Gastbeitrag von NJ, denn es geben sich weitere illustre Gäste die Klinke in die Hand. So darf Tyler Short von INCLINATION auf „Ironclad“ mitbrüllen und Vincent Bennet von THE ACACIA STRAIN verleiht NO CURE mit seinem Beitrag in „Purity Spiral“ dem Metallic-HC (wehe dem, der es Deathcore nennt) Ritterschlag. Komplett spaßbefreit hauen sie einem danach das wütende Statement „I Am Still Fucking Straight Edge“ um die Ohren.
Kurzum NO CURE machen auf „It Is Going To Get Dark” keine Gefangen und schicken sich an, die durch das Ende von JESUS PIECE und STRAY FROM THE PATH aufgerissene Lücke mit brutaler Metallic Hardcore Wucht zu schließen.
Autor*in: David Zuser
Tracklist „It Is Going To Get Dark“:
1. When The Spasms Cease
2. Oblivion Crusade
3. Brain Matter Displacement
4. Slowly Turning Blue
5. Ironclad
6. Starved In Sanctuary (My Hands Are In Your Chest Cavity)
7. My World In Flames
8. Convulsing In The Dark
9. Shapen The Blade
10. Purity Spiral
11. I Am Still Fucking Straight Edge
12. Everything I Love Is Dead or Dying
Gesamtspielzeit: 32:49
