LOST IN KYIV – We're All Going To Be Fine
LOST IN KYIV
We’re All Going To Be Fine
(Post Rock | Post Metal)

 


Label: Pelagic Records
Format: (LP)

Release: 19.06.2026


 „This album has more fractures than the previous one, it’s more brutal, more raw, with stronger contrasts between heavy, modern music and more ambient or classic post-rock elements.“

LOST IN KYIV stehen seit Jahren für atmosphärischen Post-Rock mit cineastischer Wucht. Die Franzosen erschaffen mit ihren Instrumenten Klangwelten, die zwischen melancholischer Schönheit, elektronischen Texturen und mächtigen Post-Metal-Ausbrüchen pendeln. Nach dem Debüt „Motions“ (2012) verfeinerte die Band ihren Sound auf „Nuit Noire“ (2016) und dem futuristisch geprägten „Persona“ (2019) stetig weiter. Mit „Rupture“ (2023) wurde die Musik rauer und direkter, bevor „We’re All Going To Be Fine“ (2026) die bislang härteste und emotional intensivste Seite von LOST IN KYIV offenbart. Ohne Gesang, aber voller Atmosphäre, erschafft die Band Klangreisen, die sich wie epische Filmsoundtracks für die eigene Fantasie anfühlen. Und was euch nun auf dem neuen Album erwartet? Naja, lasst uns mal reinschauen;

Mit „We’re All Going To Be Fine“ beweisen LOST IN KYIV, dass instrumentale Musik keine Stimme braucht, um Geschichten zu erzählen. Das Album entfaltet sich wie ein düsterer Fantasy-Film für die Ohren, denn es ist voller Spannung, Mystik und monumentaler Klanglandschaften. Die Franzosen verbinden ihren cineastischen Post-Rock mit härteren Post-Metal-Kanten, elektronischen Texturen und einer Atmosphäre, die gleichermaßen faszinierend wie bedrohlich wirkt. Jeder Song scheint ein eigenes Kapitel zu erzählen, doch gemeinsam formen sie eine packende Reise durch Licht und Schatten, Hoffnung und Verfall.

Bereits „Disciple“ zieht den Hörer mit schwebenden Gitarrenmelodien und einer unterschwelligen Spannung in seinen Bann. Die Musik wächst langsam, aber unaufhaltsam, bis sich mächtige Gitarrenwände auftürmen und das Stück eine fast spirituelle Intensität erreicht. „The Oracle“ wirkt dagegen geheimnisvoller und dunkler. Hier treffen hypnotische Melodien auf drückende Rhythmen, während sich die Instrumente wie ein drohender Sturm zusammenbrauen und eine fast prophetische Stimmung erzeugen.

Mit „Summon Her“ wird das Album deutlich aggressiver. Schwere Riffs schneiden durch die weitläufigen Klangflächen, während das Schlagzeug mit beeindruckender Wucht nach vorne treibt. Die Band erzeugt dabei eine Spannung, die sich immer wieder zwischen brachialer Kraft und atmosphärischer Schönheit bewegt. „Initiatrix“ fungiert als kompaktes Zwischenspiel und setzt stärker auf cineastische Elemente. Der Song wirkt wie die Vorbereitung auf den nächsten großen Akt und verbindet düstere Soundscapes mit einer beinahe rituellen Aura.

Zu den Höhepunkten gehört „Darkwater“, das die melodische Seite von LOST IN KYIV eindrucksvoll zur Schau stellt. Die Gitarren zeichnen weite Klangbögen über einem Fundament aus tiefen Bässen und dynamischem Schlagzeug. Das Stück besitzt eine melancholische Schönheit, ohne dabei seine Schwere zu verlieren. „Serpent“ schlägt anschließend wieder härtere Töne an. Kantige Riffs, eine bedrohliche Grundstimmung und immer wieder aufbrechende Post-Metal-Eruptionen verleihen dem Song eine düstere, fast gefährliche Energie.

Mit „Lucifera“ erreicht das Album einen seiner atmosphärischen Höhepunkte. Die Komposition wirkt majestätisch und geheimnisvoll zugleich. Fein aufgebaute Melodien treffen auf massive Klangwände und entwickeln eine epische Sogwirkung, die den Hörer vollständig in ihren Bann zieht. Das abschließende „Scythian“ krönt die Reise schließlich mit einem monumentalen Finale. Die Band bündelt hier noch einmal alle ihre Stärken: große Melodien, explosive Dynamik, cineastische Weite und eine emotionale Wucht, die lange nachhallt.

Klanglich präsentieren sich LOST IN KYIV auf diesem Album kraftvoller und direkter als je zuvor. Die Gitarren wechseln mühelos zwischen filigranen Melodien und schweren Post-Metal-Riffs, während das Schlagzeug die Stücke mit enormer Energie antreibt. Synthesizer und elektronische Elemente sorgen für zusätzliche Tiefe und verstärken die filmische Wirkung der Songs.

Das Ergebnis ist ein Album, das gleichermaßen Kopfkino und Adrenalinschub liefert, eben eine packende Klangreise, die zeigt, wie intensiv und emotional Instrumentalmusik sein kann.

Autorin: Bianca Ully


Tracklist „We’re All Going To Be Fine“:
1.Enlightened
2.Burst
3.Mantra
4.Eclipse
5.Becoming
6.Euphoria
7.Liminality
Gesamtspielzeit: 40:17

 


Band-Links:

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LOST IN KYIV – We're All Going To Be Fine
LOST IN KYIV – We’re All Going To Be Fine
LineUp:
Maxime Ingrand (Guitars/ Synths/ Machines/ Programming)
Dimitri Denat - (Guitars)
Jean-Christophe Condette - (Bass, Synths)
Jérémie Legrand (Drums/ Programming)
7.5
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